Naturidyll am kleinen Teich im Wittenberger Stadtpark. Doch die Masse der Algen deutet auf überdüngtes Wasser hin. Foto: Wolfgang Marchewka

Naturidyll am kleinen Teich im Wittenberger Stadtpark. Doch die Masse der Algen deutet auf überdüngtes Wasser hin.
Foto: Wolfgang Marchewka

04.08.2018

Tierfreunde warnen: Wasservögel nicht mit Brot füttern!

Mutter füttert – Ente tot

Wittenberg (wm). Die Wittenberger Tierfreundin Rebecca Schulz ruft die Menschen in der Region auf, Wasservögel nicht zu füttern: „Brotreste können für Enten zum tödlichen Gift werden. Die Menschen meinen es gut, aber die Tiere sterben qualvoll.“ 

Erst in der vergangenen Woche hatte Rebecca ein Tierdrama im Wittenberger Stadtpark erlebt: „Eine ältere Dame warf Brotreste händeweise in den keinen Teich, und als ich später wieder am Teich vorbeikam, trieb eine arme Ente tot im Wasser!“ 

Das ist kein Einzelfall, denn das Füttern der Tiere scheint sowohl für junge als auch für ältere Menschen ein beliebter Freizeitsport zu sein. Dass damit nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt geschädigt werden kann, ist den „Fütterwütigen“ meist nicht klar. 

Auch die Experten des World Wildlife Fund (WWF) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) haben dazu aufgerufen, Wasservögel nicht zu füttern, und mehrere Städte haben die Fütterei bereits verboten. „Der Freizeitsport Entenfüttern ist zwar gut gemeint, schadet aber sowohl den Vögeln als auch den Gewässern“, sagt BUND-Experte Bernd Quellmalz. Altes Brot ist eindeutig nicht geeignet als Entenfutter, es quillt in den Mägen der Tiere auf, enthält zu viel Salz und ist nicht gut für deren Verdauung. Und was die Enten nicht fressen, bleibt im Wasser liegen was dazu führt, dass das Wasser belastet wird. 

Jenny Schulz vom WWF ergänzt: „Besonders im heißen Sommer ist es für die Gewässer gefährlich, denn warmes Wasser bindet weniger Sauerstoff als kaltes und wenn dann zusätzliche Nährstoffe wie Entenbrot in den Teich gelangen, kann dieser schnell kippen.“ Der Sauerstoffgehalt sei dann so niedrig, dass Fische und Pflanzen ersticken. Außerdem würden durch das herumliegende Futter auch andere Tiere, wie Ratten oder Mäuse angelockt. 

Fazit von Rebecca Schulz: „Wer ein Herz für Tiere hat, füttert Enten nicht!“ 

Die Stadtverwaltung Wittenberg bestätigt, das Füttern von Enten mit Brotresten ist für die Tiere gefährlich. Pressesprecherin Karina Austermann teilt mit, die Stadt wolle zwar noch kein offizielles Verbot aussprechen, aber im Stadtpark ein Hinweisschild aufstellen.




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