Meeting-Direktor Ralph Hirsch freut sich über die gelungene Stabhochsprung-Premiere auf dem Wittenberger Marktplatz. Foto: Anhalt Sport e.V.

Meeting-Direktor Ralph Hirsch freut sich über die gelungene Stabhochsprung-Premiere auf dem Wittenberger Marktplatz. Foto: Anhalt Sport e.V.

04.08.2018

Eindrucksvolle Kulisse, begeistertes Publikum, tolle Bedingungen

Erfolgreiche Premiere von „Luther springt“ in Wittenberg

Wittenberg (wg). Mehr als 3.000 Zuschauer erlebten am Mittwochabend auf dem Marktplatz das erste Internationale Stabhochsprung-Meeting „Luther springt“ – Spitzensport in Wittenberg. „Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen, die Stimmung war toll“, resümiert Meeting-Direktor Ralph Hirsch im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. 

Mit den sportlichen Leistungen ist Hirsch mehr als zufrieden: Mit Piotr Lisek, Halleneuropameister und Silber-Medaillen-Gewinner der Weltmeisterschaft 2017, hat sich erwartungsgemäß der Favorit durchgesetzt, seine Höhe von 5,94 Meter ist die drittbeste, die in diesem Jahr weltweit gesprungen wurde und bedeutet polnischen Rekord. „Das ist eine absolute Weltklasse-Leistung“, betont Hirsch und verweist auf den Meeting-Rekord, den Jeff Hartwig (USA) 2001 in der Anhalt-Arena mit 5,90 Metern aufstellte - und der nach 17 Jahren immer noch Bestand hat. 

Auch Wittenbergs sportbegeisterter Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) war vom Doppelrekord Liseks begeistert: „Das war emotional sehr bewegend, zumal kaum jemand damit gerechnet hat, dass in Wittenberg Bestleistungen gesprungen werden. Dass die Zuschauer dies, anders als in Sportstadien, hautnah und unmittelbar erleben konnten, machte den besonderen Reiz des Marktspringens aus.“ 

Zweiter wurde der Chinese Jie Yao mit 5,60 Metern und dritter Robert Sobero aus Polen mit 5,50 Metern. 

„Für die vom 7. bis 12. August in Berlin stattfindenden Leichtathletik-Europameisterschaften ist Lisek ganz klar der Favorit gegenüber Titelverteidiger Sobero“, so Hirsch. Tobias Scherbarth, gebürtiger Leipziger, der nach dem Sommer seine sportliche Laufbahn beenden wird, musste bei 5,20 Metern wegen immenser Schmerzen infolge von Achillesproblemen aufgeben. Auch bei der EM in Berlin wird er nicht dabei sein. 

„Für die Athleten war der historische Marktplatz eine eindrucksvolle Kulisse, ebenso das Publikum, das für eine großartige Stimmung gesorgt hat“, freut sich Hirsch. Eine sachkundige Moderation führte die Zuschauer an die Feinheiten des Stabhochsprungs heran, der zu den anspruchsvollsten Leichtathletik-Sportarten gehört. Mit rhythmischen Klatschen wurden die Athleten beim Anlauf angefeuert. „Die Leistung des Athleten reflektiert auf das Publikum und umgekehrt“, erklärt Hirsch, „das hat hier in Wittenberg fantastisch funktioniert und eindeutig leistungssteigernd gewirkt.“ 

Auch die Wettkampfbedingungen waren aus Sicht Hirschs optimal: die Temperatur mit rund 30 Grad wurden von den Sportlern als angenehm empfunden und es wehte fast kein Wind. Auch mit dem Laufsteg kamen die Stabhochspringer sehr gut zurecht. 

Piotr Liseks Siegersprung ging inzwischen rund um die Welt und damit auch der historische Marktplatz mit Stadtkirche, Altem Rathaus und Bürgerhäusern. „Für Wittenberg bedeutet das eine gute Werbung“, berichtet Hirsch, der sich beim Team des Kreissportbundes Wittenberg als Mitveranstalter für die gute Organisation bedankt.

Zum Abschluss gab es für alle teilnehmenden Athleten Präsente und im Biergarten des Brauhauses noch einen Empfang für die Athleten, Trainer und Betreuer. Am Donnerstagmorgen haben die Gäste Wittenberg mit den besten Eindrücken verlassen. 

„Unsere Eindrücke werden wir erstmal sacken lassen und Ende August beraten“, kündigt Hirsch an. „Die Chancen, dass es im nächsten Jahr einen zweiten Hochsprung-Wettbewerb mit internationalen Spitzenathleten geben wird, stehen sehr gut.“ Weltklasse im Sport sei aber nicht zu Kreisklassen-Preisen zu haben, deshalb müsse die Finanzierung solcher sportlicher Events gesichert sein. 

Auch die Stadt Wittenberg würde sich über eine Fortsetzung freuen: „Alle Zweifler und Bedenkenträger dürften nach dieser tollen Premiere verstummt sein, wenn wir die Altstadt beleben wollen, dann gehören solche hochklassigen Sportveranstaltungen unbedingt dazu,“ sagte der Oberbürgermeister.

Der Geometrie des Marktplatzes und dem Aufbau der Sprunganlage geschuldet, sei mit knapp mehr als 3.000 Zuschauern allerdings die Kapazitätsgrenze erreicht.





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