Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Janos Buszi (Mini-Club), Dieter Schemel (SV 07 Apollensdorf), Denny Krenz (Kultur- und Traditionsverein), Ortschronist Andreas Keller sowie Ortsbürgermeisterin Angela Menzel (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Janos Buszi (Mini-Club), Dieter Schemel (SV 07 Apollensdorf), Denny Krenz (Kultur- und Traditionsverein), Ortschronist Andreas Keller sowie Ortsbürgermeisterin Angela Menzel (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

03.08.2018

Engagierte Vereine, Zusammenhalt, tolles Gemeinschaftshaus

OB Torsten Zugehör im Ortsteil Apollensdorf: Kritische Stimmen

Wittenberg-Apollensdorf (wg). Der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) bekam am Freitag beim Vor-Ort-Termin im Ortsteil Apollensdorf einige kritische Worte zu hören.

„Der ÖPNV ist katastrophal, das betrifft nicht nur die miserable Anbindung an die Kernstadt, sondern auch die schlechte Verbindung zwischen Apollensdorf und Apollensdorf-Nord“, kritisierte Ortsbürgermeisterin Angela Menzel (CDU), „die Stadt darf sich hier nicht länger auf den Landkreis als Aufgabenträger verlassen, sondern muss selbst aktiv werden. Wenn die Ortsteile attraktive Wohnstandorte blieben sollen, muss der ÖPNV besser werden.“ 

Ebenfalls negativ sei, dass es im Ortsteil keinen Einzelhandel, keinen Arzt und keine Apotheke gebe. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2019 reklamierte die Ortsbürgermeisterin, dass in Apollensdorf-Nord ein Wahllokal fehle. Die für das defekte Kirchendach beantragten Fördermittel seien leider abgelehnt worden, weder Kirchgemeinde noch Ortsteil könnten jedoch die Kosten stemmen. Weitere Defizite seien die fehlenden beleuchteten Radwege nach Apollensdorf-Nord und von Apollensdorf nach Griebo.

„Wir haben viele Handwerksbetriebe, große Unterstützung durch den Agrarbetrieb, eine tolle Feuerwehr, zwei Kindertagesstätten und sehr engagierte Vereine“, listete Menzel die Stärken der Ortschaft auf, außerdem verzeichne man bei jungen Familien Zuzug. Die Lage in der Elbaue und angrenzend zum Fläming sei attraktiv und das große Kreuz auf dem Apollensberg, das sich der Kirchen-Expo 2000 verdanke, strahle weit über den Ort hinaus.

Das Dorfgemeinschaftshaus ist seit 2011 der Mittelpunkt des Ortsteils, in dessen Sanierung jede Menge Muskelhypothek geflossen ist: Dieter Schemel, Vorsitzender des SV 07 Apollensdorf e.V., der das Objekt verwaltet, spricht von mehr als 6.000 Arbeitsstunden. Hier hat der Ortschaftsrat sein Büro, hier treffen sich die Kinder zu den vom Mini Club - ganz Groß e.V. organisierten Feizeitaktivitäten, hier befindet sich eine Kegelanlage, hier treiben die Senioren Sport und hier trifft sich der Kultur- und Traditionsverein. 

Festwochenende 725 Jahre Apollensdorf

„Unsere Vereine stärken dem Ortschaftsrat den Rücken, man kann sich auf die Leute verlassen, es gibt viele ehrenamtliche Aktivitäten und einen guten Zusammenhalt“, betonte Menzel. Dies träfe auch auf die Organisation des Festwochenendes vom 17. bis 19. August aus Anlass des Jubiläums 725 Jahre Apollensdorf zu. 

Überdies gebe es ein ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein, dafür stehe der Kultur- und Traditionsverein Apollensdorf e.V. Ortschronist Andreas Keller habe die Ausstellung zu 725 Jahre Apollensdorf konzipiert, die am Freitag, dem 17. August um 18.30 Uhr eröffnet werden wird. Auch der neu gegründete Geschichts- und Forschungsverein WASAG Haupt-Werk Reinsdorf e.V., der seinen Sitz in Apollensdorf-Nord hat und im ehemaligen Krankenhaus die Einrichtung eines Informations- und Dokumentationszentrums plant (der Wittenberger Sonntag berichtete), steht für Geschichtsbewusstsein. 

Nichts neues gibt es beim Thema Nordumfahrung, auf deren Realisierung die Apollensdorfer wie alle Anwohner der B 187 seit vielen Jahren warten. In Kürze werde die Stadt vom Land einen Grobentwurf erhalten, so dass im Frühjahr 2019 mit der Entwurfsplanung begonnen werden könne, informierte die Projektverantwortliche Janine Stiller.




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