Erdmute Peuker, Gründerin und Vorsitzende des FKDR. Foto: Wolfgang Gorsboth

Erdmute Peuker, Gründerin und Vorsitzende des FKDR. Foto: Wolfgang Gorsboth

18.07.2018

Die Vereinsarbeit begeistert Solisten, Ensembles und Besucher

24. Spielzeit des FKDR mit hochkarätigen Künstlern

Lubast (wg). Mit einem Konzert der Leipziger Bläsersolisten ist die 23. Spielzeit des Fördervereins zur Kultur- und Denkmalpflege Rotta e.V. (FKDR) zu Ende gegangen. „Das war ein grandioser Abschluss einer wunderbaren Saison“, erklärt die FKDR-Vorsitzende Erdmute Peuker im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Der Verein habe exzellente Künstlerinnen und Künstler zu Gast gehabt, viele Konzerte seien ausgebucht gewesen. Auch in der 24. Spielzeit würden hochkarätige Künstler gastieren. 

Erdmute Peuker blickt mit Freude zurück: Das Meisterkonzert zur Eröffnung mit dem 76-jährigen Violinisten Prof. Heinz Schunk sei ein besonderes Erlebnis gewesen, ebenso das Meisterkonzert mit Maria Kliegel (Violoncello) und Oliver Triendl (Klavier). „Obwohl Kliegel und Triendl weltweit gefragte Musiker sind, waren sie von der Atmosphäre so beeindruckt, dass sie noch einmal bei uns gastieren wollen.“ Der von Anfang an gepflegte Anspruch, dem Publikum das Bestmöglich bieten zu wollen, sei richtig gewesen und habe sich als Bereicherung für Künstler und Publikum gleichermaßen erwiesen.

Qualität bietet auch die bevorstehende 24. Spielzeit, bei deren Eröffnung am 30. September die „Schottischen Lieder“, op. 108 von Ludwig van Beethoven erklingen und vom selben Komponisten das Erzherzogentrio, op. 97 sowie „An die ferne Geliebte“, op. 98. Ausführende sind das Klaviertrio „TaSteRe“, das sich 2007 in Leipzig gegründet hat mit Yuka Tanabe (Violine) und Wolfram Stephan (Violoncello) vom MDR-Sinfonieorchester sowie Prof. Heiko Reintzsch (Klavier). Das Trio bringt den Bariton Diego Mendes mit, Preisträger mehrerer Wettbewerbe und Student der Meisterklasse von Kammersänger Prof. Roland Schubert. 

Mit „Amarcord“ aus Leipzig ist am 28. Oktober zum dritten Mal Weltklasse zu Gast, die Leipziger zählen heute zu den führenden Vokalensembles weltweit. Nach zwei Jahren wieder zu Gast ist die Cellistin Janina Ruh, die diesmal auch als ausgebildete Sängerin zu erleben ist, begleitet wird sie vom Pianisten Boris Kusnezow. Auf dem Programm stehen Kammermusik und Lieder von Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Igor Strawinsky. 

Die traditionelle „Musik zur Weihnacht“ am 9. Dezember gestalten Mitglieder des Universitätschores Leipzig, die Mezzosopranistin Carolin Masur und Chorleiter David Timm am Klavier.

„Barockwerk – Ost“ ist der Titel eines besonderen Konzerts am 13. Januar 2019 mit dem Michaelis Consort Leipzig, das Werke von Bach, Telemann und Hammerschmidt sowie anonyme Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert spielt. 

Weitere Meisterkonzerte bestreiten Waltraut Wächter, Konzertmeisterin des MDR-Sinfonieorchesters, die von ihrem kongenialen Klavierpartner Prof. Alexander Schmalcz begleitet wird (17. Februar), das „Polyminia-Quartett“ mit Werken von Schubert und Beethoven (24. März) sowie der Berliner Geiger Prof. Heinz Schunk, der schon häufig zu Gast war und diesmal seinen Sohn Josua Petersen (Cello) und den Pianisten Uschik Choi mitbringt (14. April). 

Unterhaltung auf hohem Niveau verspricht das etwas andere Konzert unter dem Motto „Ganz schön frech“ am 19. Mai mit dem Schauspieler Michael Ransburg und dem Pianisten Clemens Kröger, die in die Welt des Kabaretts entführen mit Texten von Erich Kästner, Heinz Erhardt, Joachim Ringelnatz und vielen anderen, gepaart mit Liedern von Georg Kreisler, Bertolt Brecht, Robert Schumann, Walt Disney und James Brown. 

Die 25. ist die letzte Saison für Erdmute Peuker

 „Die 24. Saison steht und an der Vorbereitung der 25. Spielzeit wird bereits gearbeitet“, sagt Erdmute Peuker, „und diese wird definitiv meine letzte sein.“ Schon vor einigen Jahren hatte sich die 77-Jährige um eine Nachfolge bemüht und dann doch weiter gemacht. 

Der FKDR mit seinen 30 Mitgliedern müsse sich umstrukturieren, wenn auch in Zukunft das hohe professionelle Niveau gewährleistet bleiben soll. Dies sei man auch dem treuen Publikum schuldig. „Künftig muss die gesamte Arbeit auf mehreren Schultern verteilt werden“, betont Peuker, „einer muss sich um die künstlerischen Belange kümmern, ein anderer um die Organisation und es braucht eines Sprechers für die Arbeit nach außen, und das alles im Ehrenamt.“ Ministerpräsident Reiner Haseloff habe als Schirmherr bei der Regelung für die Nachfolge seine Unterstützung zugesagt. 

Ausstellung in der Kemberger Galerie im Turm 

Erdmute Peuker war langjähriges Mitglied des MDR-Sinfonieorchesters. Nach ihre aktiven Karriere tauschte sie den Bratsche-Bogen gegen den Malpinsel ein und stellte ihr bildnerisches Können auch öffentlich unter Beweis. Jetzt gibt es eine neue Ausstellung: Unter dem Motto „Mit Stift und Nadel“ zeigt sie in der Galerie im Turm der Kemberger Kirche Arbeiten, die 2017 und 2018 entstanden sind – Zeichnungen mit Blei- und Buntstiften sowie Radierungen. 

Zur Vernissage am Freitag, dem 20. Juli, um 17 Uhr spricht der ehemalige Landrat Dr. Wulf Littke, die musikalische Begleitung übernehmen Hanna Kristof (Geige) und Mickel Kautzsch (Klavier). Die Arbeiten sind bis zum 26. August zu sehen, Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 034921/20 641 oder 20 528.





Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör
Keine Angst – uns geht es gut
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark

Videos Politik

Bürgerforum Coswig
Sepp Müller stellt sich! GroKo und was nun? Teil 1
Sepp Müller stellt sich! GroKo und was nun? Teil 2

Videos Kultur

Neue Liedertour mit Karl Neukauf
75 Jahre Saxophone Joe
Alaris Schmetterlingspark.m4v
Dicke Luft und kein Verkehr - Der Zoff geht weiter
Jukebox im Clack Theater Wittenberg

Videos Auto

Volvo XC40 Winter-Testfahrten


Wittenberger Sonntag Verlags GmbH, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: