Einige Schaulustige hatten sich am Schwanenteich zur Aufstellung des neuen Entenhauses auf der kleinen Insel eingefunden. Foto: Wolfgang Gorsboth

Einige Schaulustige hatten sich am Schwanenteich zur Aufstellung des neuen Entenhauses auf der kleinen Insel eingefunden. Foto: Wolfgang Gorsboth

09.07.2018

Das Wasser erlebbar machen, die Aufenthaltsqualität erhöhen

Der Wittenberger Schwanenteich wird schöner

Wittenberg (wg). „Die Wallanlagen mit dem Schwanenteich haben als öffentlicher Raum einen hohen Wert“, erklärte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos). Den Transport des neuen, von der Bürgerstiftung Wittenberg gesponserten Entenhauses auf die kleine Insel nutzte Kirchner, um vor Ort über die zukünftigen Sanierungsmaßnahmen am Schwanenteich im Rahmen des Wallanlagenkonzeptes zu informieren.

„Mit der Stadtverwaltung und der Bürgerstiftung kommen zwei Partner für das Projekt Schwanenteich zusammen“, so Kirchner. Für die Sanierung des Abschnitts zwischen Neustraße und Bürgermeisterstraße gab es einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro, mit einem Eigenanteil von nur sieben Prozent ist die Finanzierung des Vorhabens für die Stadt sehr komfortabel. 

„Ziel der Sanierung ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, damit verbunden die Nutzungsintensität und Erlebbarkeit des Schwanenteiches als große innerstädtische Wasserfläche“, erläuterte Landschaftsplanerin Anett Paul vom Fachbereich Stadtentwicklung. Mauern, Wege und Sitzbereiche sollen saniert bzw. letztere auch neu entstehen, um ein attraktives Umfeld und einen beliebten Aufenthaltsbereich innerhalb der Wittenberger Wallanlagen zu schaffen. 

„Die desolate Mauer an der Nordseite des Schwanenteichs Richtung Rosa-Luxemburg-Schule wird saniert und in der Höhe einheitlich gestaltet“, berichtete Paul. Ebenso sollen die dortigen Böschungen einschließlich der Vegetation neugestaltet werden. Saniert werden müssen auch Teile der Mauer auf der Südseite zwischen großer Treppenanlage und dem Standort der ehemaligen Transformatorenanlage. 

„Saniert und zum Teil wiederhergestellt wird das alte, aus den 1920er Jahren stammende Original-Wegenetz“, so Paul, damit erfolge der Lückenschluss zwischen Neuem Rathaus und Amselgrund. Saniert und erneuert werden zudem die historischen Sitzrondelle am Wasser, auf der Ostseite des Schwanenteiches entsteht ein neuer Sitzbereich. Im Zuge der Maßnahmen sollen auch die alten Sichtbeziehungen zu stadthistorisch bedeutsamen Gebäuden wie Stadtkirche, Neues Rathaus und Melanchthon-Gymnasium hergestellt werden. Der alte und zum Teil exotische Baumbestand bleibt erhalten. 

Neugestaltet werden die Uferbereiche, die zum Teil zur besseren Erlebbarkeit des Wassers freigestellt werden. Auf Wunsch der von Bürgern in den insgesamt drei Stadtgesprächen zum Thema Wallanlagen-Konzept geäußerten Wünsche werden auch neue Ausstattungs-Elemente am Schwanenteich integriert wie Tischgruppen für Picknick. Der Weg Am Schwanenteich wird in seiner Breite auf Parkmaß reduziert, das dort aufgestellte Flüchtlingsboot angemessen integriert. 

Anfang 2018 gab es ein Vergabeverfahren für die Objektplanungsleistungen der Freianlagen sowie für die Tragwerksplanung, den Zuschlag erhielt ein Landschaftsarchitekturbüro aus Halle. Baubeginn der Maßnahmen wird im Frühjahr 2019 sein, die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen. 

Neues Haus für die Enten 

„Das Entenhaus ist eines der Projekte, deren Umsetzung am längsten dauerte“, berichtete Jens Krause Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Wittenberg. Bereits 2015 habe man die Idee entwickelt und mache Hürde überwindet: So habe man einen Bauantrag stellen und den Denkmalschutz ins Boot holen müssen. 

Das über Spenden finanzierte Entenhaus wurde von Berufsschülern der Holzklasse unter Anleitung der Lehrer konstruiert und 2017 fertig gestellt.

„Im vergangenen Jahr hatten wir die Weltausstellung Reformation und mithin eine andere Nutzung des Schwanenteichs, deshalb haben wir die Aufstellung des Entenhauses auf dieses Jahr verschoben“, so Krause. Zudem sollen die Fontänen wieder in Gang gebracht werden, die Krause zufolge schon seit 20 Jahren außer Betrieb sind. Dank eines namentlich nicht genannten Großspenders könne das Vorhaben wohl 2019 umgesetzt werden.




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