Letzte Maßnahme beim dritten Bauabschnitt im Lutherhof: Das historische Verbindungsgebäude zwischen Lutherhaus und Augusteum wird saniert. Foto: Wolfgang Marchewka

Letzte Maßnahme beim dritten Bauabschnitt im Lutherhof: Das historische Verbindungsgebäude zwischen Lutherhaus und Augusteum wird saniert. Foto: Wolfgang Marchewka

07.07.2018

14 Millionen Euro sind in drei Bauabschnitte investiert worden

Der Innenhof am Lutherhaus: Schön wie nie!

Wittenberg (wg). „Schön wie nie“ – Wittenbergs neue Image-Kampagne, die den vielen baulichen Investitionen der vergangenen Jahre Rechnung trägt, trifft auch auf den neu gestalteten Innenhof des Lutherhauses zu. „Der Hof ist zu einem öffentlichen Ort geworden, der von einheimischen wie auswärtigen Besuchern gern angenommen wird“, freut sich Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten des Landes Sachsen-Anhalt. 

Die einladende Atmosphäre entstand in drei Bauabschnitten zur Rekonstruktion des gesamten Geländes. „Die Zielstellung lautete, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen“, erläutert Rhein, „dies gilt auch für den transparenten Verbinder, der zunächst heftig umstritten war, inzwischen aber wertgeschätzt wird, weil durch ihn die historische Stadtmauer besser zur Geltung kommt.“ Nun sind alle Zeitschichten erlebbar – vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 

Derzeit laufen die letzten Baumaßnahmen im Inneren sowie am historischen Verbindungsgebäude zwischen Lutherhaus und Augusteum, dort werden die Ziegel verlegt. Die gesamte Dachkonstruktion des erst im 19. Jahrhundert errichteten Altans war mit Schwamm befallen, so dass der Dachstuhl komplett erneuert werden musste. Endspurt ist angesagt, denn bis Ende Juli sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

Während das Parterre für die Museumspädagogik reserviert und das erste Obergeschoss Ausstellungsfläche ist, findet künftig im zweiten Obergeschoss die gesamte Verwaltung der Stiftung Luthergedenkstätten, die derzeit noch auf verschiedene Immobilien verteilt ist, ihr Domizil. Der Um- und Einzug erfolgt im August und September, das Mobiliar wurde auch schon geliefert. Das dann frei werdende Direktorenhaus wird den Mitarbeitern des Besucherservices zur Verfügung stehen. 

14 Millionen Euro sind in das Augusteum investiert worden, die bislang teuerste Einzelmaßnahme der Stiftung. An dem von 1580 bis 1582 in rekordverdächtiger Zeit errichteten Gebäude hatten sich bereits Ende der 1580er Jahre erste Baumängel herausgestellt, und die Geschichte der Flickschusterei nahm über mehrere Generationen ihren Lauf – bis hinein in die Gegenwart. „Die Statik war katastrophal, etliche Tonnen Stahl mussten zur Stabilisierung eingebaut und bis zu fünf Lagen Fußböden entfernt werden“, berichtet Rhein. 

Um die Cranach-Ausstellung 2015 und die Nationale Sonderausstellung 2017 absichern zu können, war das Bauvorhaben in drei Abschnitte untergliedert worden und mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts endet das 20-jährige Bauprogramm der Stiftung, mit der die Luthergedenkstätten über das Reformationsjubiläum hinaus ertüchtigt worden sind. 

Von August an sind Stefan Rhein und seine Mitarbeiter von Baulasten befreit und können sich wieder der musealen Arbeit und der Konzeption von Ausstellungen zuwenden. „Dabei müssen wir nicht mehr von Jubiläum zu Jubiläum springen, sondern können die Themen selber festlegen“, so Rhein. Die Vorbereitungen für die nächste große Exposition, die im April 2019 eröffnet wird, laufen bereits: Sie widmet sich unter dem Titel „Verehrt, geliebt, vergessen – Maria zwischen den Konfessionen“ der Mutter Gottes und verfolgt sowohl einen kunst- wie auch kulturhistorischen Ansatz, wobei etliche Exponate zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden können.




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