Dr. Insa Christiane Hennen hat den Arbeitskreis „Wissenschaft in Wittenberg“ initiiert. Foto: Wolfgang Gorsboth

Dr. Insa Christiane Hennen hat den Arbeitskreis „Wissenschaft in Wittenberg“ initiiert. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.07.2018

Arbeitskreis „Wissenschaft in Wittenberg“ hat sich konstituiert

Die Lutherstadt auch als Wissenschaftsstandort profilieren

Wittenberg (wg). „Es gibt keinen Grund, dass die Stadt Wittenberg ihr Licht unter den Scheffel stellt“, erklärt Dr. Insa Christiane Hennen im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. Die Mitarbeiterin im interdisziplinären Forschungsprojekt „Ernestinisches Wittenberg“ der Leucorea ist Initiatorin des Arbeitskreises „Wissenschaft in Wittenberg“, der sich im Februar zur ersten Gesprächsrunde getroffen hatte.

Anlass ist die strategische Neuausrichtung der Stadt nach 2017 und die damit verbundene Neuaufstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) „Wittenberg 2017+“, welches im Oktober 2017 vom Stadtrat beschlossen wurde. Als Leitbildansätze wurden die Themenfelder Stadt an der Elbe, Stadt mit Industrie-Kultur, Stadt der Reformation sowie Bildungs-, Tagungs- und Kongress- sowie Wissenschaftsstandort gesetzt. Dass Letzteres dazu kam, verdankt sich ebenfalls einer Initiative von Hennen. 

„Ein Bildungsstandort ist kein Alleinstellungsmerkmal, damit können auch andere Städte punkten“, sagt Hennen, „unsere Stadt verfügt aber über eine moderne und breit aufgestellte Forschung, von Chemie über Reformation bis hin zu in Vereinen organisierten Projekten, wie zum Beispiel im Haus der Geschichte und Firmen mit Forschungspotenzial wie Tesvolt. Zum Arbeitskreis „Wissenschaft in Wittenberg“ gehören derzeit 18 Mitglieder, dabei sind SKW, Agrochemisches Institut, Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek, Stiftung Leucorea, Stiftung Luthergedenkstätten, Institut für Hochschulforschung, das Paul-Gerhardt-Stift als Akademisches Lehrkrankenhaus, die Cranach-Stiftung, Haus der Geschichte/Pflug e.V., die Stiftung Christliche Kunst, das Wittenberg Zentrum für Globale Ethik, der Freundeskreis Julius Riemer sowie Tesvolt. 

Weitere Akteure sind willkommen

„Wir hoffen, dass weitere Akteure zu uns stoßen, damit wir gemeinsam die Lutherstadt als Wissenschaftsstandort profilieren können“, so Hennen, denn es mache einen großen Unterschied, ob sich Wittenberg nur als Dienstleister sieht, der Tagungen und Kongresse organisiert oder ob am Standort geforscht und wissenschaftlich gearbeitet werde. Laut statistischem Landesamt leben und arbeiten in Wittenberg ähnlich viele Akademiker wie in Städten, die Standort einer Hochschule sind. „Das ist ein Indiz dafür, dass es hier viele hochwertige Arbeitsplätze gibt und dass die Stadt als Wohn- und Arbeitsort attraktiv ist“, erklärt Hennen.

Die Bildung eines Forschungsverbundes ist eines der Ziele, die im Arbeitskreis formuliert wurden und ins ISEK aufgenommen werden sollen. Ein weiteres Projekt ist eine Wissenschaftsmesse, die im November veranstaltet werden soll: „Wir wollen interessierten Bürgern zeigen, wer wo was forscht, und die beteiligten Institutionen per Bus besuchten.“ Der Auftakt findet in der Leucorea statt, der Abschluss ist im Schloss geplant.

Mit Blick auf Besonderheiten der Stadt sollen weitere gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht werden. „Dabei geht es auch um das Selbstverständnis der Stadt, wo liegen unsere Stärken?“ berichtet Hennen. Weitere Themen sind die Optimierung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum, denn durch die Eingemeindungen gehören auch Dörfer zur Gesamtstadt, Medizingeschichte sowie Medizin und Chemie. 

Der Arbeitskreis will sich intensiv in die Entwurfsphase für das ISEK „Wittenberg 2017+“ einbringen, außerdem will man verstärkt ins Gespräch kommen. „Unser Ziel ist es, dass sich Forschungs- und Wissenschafts-Institute in Wittenberg neu ansiedeln, ebenso Firmen mit hohem Innovationspotenzialen“, berichtet Hennen. 

Das ursprünglich auf drei Jahre befristete interdisziplinäre Forschungsprojekt „Ernestinisches Wittenberg“ läuft im September 2018 nach neun erfolgreichen Jahren aus. „Wir bemühen uns um Folgeprojekte, die ebenfalls multidisziplinär ausgerichtet sein sollen“, so Hennen, „viele landesgeschichtlich relevanten Themen wie zum Beispiel historische Residenzen in der mitteldeutschen Kulturlandschaft sind nicht hinreichend erforscht.“ Die Leucorea, die sich gegenwärtig in der Evaluierung befindet, bleibt Wittenberg als Forschungs- und Wissenschaftsstandort erhalten, bereits im November 2017 hat dort das Forschungsprojekt Hebraistik seine Arbeit aufgenommen. 

Hinweis 

Wer Interesse an einer Mitarbeit im Arbeitskreis hat, wendet sich bitte an die Initiatorin unter der E-Mail:




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