Ulrike Beetz, Sachbearbeiterin Freiraumplanung an der Baustelle in Kleinwittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

Ulrike Beetz, Sachbearbeiterin Freiraumplanung an der Baustelle in Kleinwittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

29.06.2018

Entsteht die wohl längste Sitzbank der Welt?

Hochwasserschutzmauer in Kleinwittenberg vorgestellt

Wittenberg (wg). Anfang April begannen die Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz entlang der Promenade in Kleinwittenberg, ob es die "längste Sitzbank der Welt sein wird", muss noch geprüft werden. Die Mauer ist 85 Meter lang, 45 Zentimeter breit und circa 50 Zentimeter hoch – man wird also bequem darauf sitzen können. 

Die Maßnahme ist erforderlich, um das dahinter liegende Wohngebiet vor Überschwemmungen durch die Elbe zu schützen. Errichtet wird die Mauer parallel zur Straße An der Elbe oberhalb der Böschung, der bereits vorhandene Promenadenweg wird dabei verbreitert, so dass er im Hochwasserfall als Deichverteidigungsweg von Havariefahrzeugen genutzt werden kann. Heute wurde das Projekt vorgestellt.

„Die Gestaltung wurde der historischen Bausubstanz im ehemaligen Fischerort Kleinwittenberg angepasst, das Funktionale mit dem Schönen verbunden“, berichtet Ulrike Beetz, Sachbearbeiterin Freiraumplanung der Stadt Wittenberg. Die Mauer besteht aus einem Stahlbetonkern, der mit Klinkern verkleidet wird, die Abdeckung erfolgt mit 15 Zentimeter dicken Betonplatten. Bei Bedarf können darauf noch Sandsäcke gestapelt werden, was wohl eher nicht erforderlich sein dürfte, denn die Hochwasserschutzwand ist auf HQ 200 ausgelegt, auf ein Hochwasserereignis, mit dem alle 200 Jahre zu rechnen ist. 

Die im mittleren Bereich der Promenade befindliche Treppe zum Freisitz wird im Zuge der Maßnahme erneuert und mit Betonstufen sowie Handläufen ausgestattet. In die Öffnung der Hochwasserschutzmauer im Bereich der Treppen werden U-Profile eingesetzt, in die im Ernstfall Dammbalken eingeführt werden können. 

„Auf die ursprünglich geplante Rodung der Hainbuchenhecke konnte verzichtet werden“, sagt Beetz. Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität werden die Sitzbanknischen entlang des Promenadenwegs breiter und gepflastert sowie in die Lücken der vorhandenen Hecke integriert. 

Die Maßnahe, in die 155.000 Euro investiert werden, soll bis Mitte Juli fertig sein.





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