Sabrina-Maria Geißler (r.), Referentin der Geschäftführung und Jessica Donath, die bei den Stadtwerken für Marketing zuständig ist, präsenteren den Flyer zur Aktion „Kessel-Wechsel-Wochen“. Foto: Wolfgang Gorsboth

Sabrina-Maria Geißler (r.), Referentin der Geschäftführung und Jessica Donath, die bei den Stadtwerken für Marketing zuständig ist, präsenteren den Flyer zur Aktion „Kessel-Wechsel-Wochen“. Foto: Wolfgang Gorsboth

14.06.2018

Alte Heizkessel gegen neue Gas-Brennwertheizung eintauschen

Stadtwerke Wittenberg präsentieren „Kessel-Wechsel-Wochen“

Wittenberg (wg). „Wir verzeichnen seit circa zwei Jahren eine verstärkte Nachfrage nach Erdgasanschlüssen“, beschreibt Stadtwerke-Geschäftführer Hans-Joachim Herrmann im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag einen Trendwechsel, denn bis dato erfreuten sich vor allem alternative Energieträger großer Resonanz. „Für Erdgas sprechen dauerhaft günstige Preise, Zuverlässigkeit und der Umweltaspekt, denn das Heizen mit Erdgas ist mit einem sehr geringen Kohlendioxidausstoß verbunden.“ 

Ein Großteil der Kesselanlagen wurde in den 1990er Jahren installiert, im Gegensatz zu guten Weinen erhöhen Heizkessel ihre Qualität jedoch nicht mit zunehmenden Alter. „Diese Anlagen entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und sie sind zum Teil auch verschlissen“, erklärt Herrmann. Mit modernen Anlagen könne man bis zu 30 Prozent Energie einsparen. 

Mit der Aktion „Kessel-Wechsel-Wochen“, die bis zum 31. Dezember 2018 läuft, wollen die Stadtwerke Wittenberg den Wechsel von alten auf neue Anlagen attraktiver machen und gewähren eine Prämie in Höhe von 200 Euro. „In anderen Bundesländern laufen solche Aktionen über den Erdgas Info e.V., weil sich aber zu wenige Partner fanden, gibt es diese Initiative nicht in Sachsen-Anhalt“, berichtet Jessica Donath, die bei den Stadtwerken für Marketing zuständig ist. „Deshalb organisieren die Wittenberger Stadtwerke diese Kessel-Wechsel-Aktion in eigener Regie.“ 

Die fossilen Brennstoffe Gas, Öl und Kohle sind bekanntlich endlich und sollten im Interesse nachfolgender Generationen besonders sparsam eingesetzt und deren Verbrauch optimal gestaltet werden. Dank moderner Heiztechnik, innovativer Produkte und technischer Neu- und Weiterentwicklungen kann der Energieverbrauch erheblich gesenkt, Heizkosten eingespart und nachhaltig zum Umweltschutz beigetragen werden. 

Moderne Gasheizungen mit Brennwert-Technik sparen gegenüber den klassischen Niedertemperatur- und Standard-Kesseln bis zu 30 Prozent an Heizkosten ein, denn sie nutzen neben der bei der Verbrennung von Gas entstehenden Wärme auch die Abgas-Wärme. Die geringeren Heizkosten der Brennwert-Technik garantieren dafür, dass sich die Anschaffung schnell amortisiert. 

Am 5. Januar des Jahres ist das Hochwasserschutzgesetz II in Kraft getreten, es verbietet grundsätzlich die Neuerrichtung von Heizölverbraucheranlagen in Überschwemmungs- und Risikogebieten. Zu diesem Datum bereits bestehende Heizölverbraucheranlagen in Überschwemmungsgebieten sind spätestens bis 5. Januar 2023 hochwassersicher nachzurüsten, in Risikogebieten ist die Nachrüstung spätestens bis 5. Januar 2033 vorzunehmen. Nachrüstmaßnahmen an bestehenden Heizölverbraucheranlagen in diesen Gebieten, insbesondere der Austausch vorhandener gegen hochwassersichere Lagerbehälter, sind somit nach dem 5. Januar 2018 nicht nur möglich, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben. 

Gas und Glas

„Eine Nachrüstung ist in der Regel sehr kostspielig, so dass ein Umsteigen auf Erdgas preiswerter ist“, berichtet Sabrina-Maria Geißler, Referentin der Geschäftsführung. In der von der Novellierung des Hochwasserschutzgesetzes betroffenen Ortschaft Selbitz haben die Stadtwerke bei einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus ihr Konzept Gas und Glas vorgestellt: Selbitz und Klitzschena werden mit Gas versorgt und weil ohnehin Erdarbeiten anstehen, wird gleichzeitig über die Wittenberg-Net, eine Tochterfirma der Stadtwerke, schnelles Internet verlegt und zwar Glasfaser bis direkt ins Haus, denn das ist die Technologie der Zukunft. 

Mit Gas und Glas bekommen Selbitz und Klitzschna nicht nur eine effiziente und klimaschonende Energieversorgung, sondern auch Zugriff auf Highspeed-Internet. „Die Resonanz bei den Bürgern war sehr gut“, sagt Geißler. „Das ist auch ein wichtiger Baustein, um die Dörfer wieder attraktiver zu machen“, ergänzt Stadtwerke-Geschäftsführer Herrmann.

Gas und Glas wurde bereits unter anderem in Kropstädt und Wüstemark realisiert, aktuell in Arbeit sind die Ortschaften Jahmo, Kerzendorf und Köpnick, Anfragen gibt es aus Gohrau und Riesigk. 

Das Internet ist unentbehrlich geworden, doch je größer die Datenmengen, desto langsamer das Internet – vor allem im ländlichen Raum. Die Zukunft gehört der Breitband-Technologie, die auf hocheffiziente Glasfasertechnologie setzt: Das Glasfaserkabel ist nicht nur der schnellste, sondern auch der qualitativ beste Kommunikationsweg. 

Am 13. Juli 2017 erfolgte der Spatenstich in Piesteritz, um das dortige Gewerbegebiet mit Hochgeschwindigkeits-Internet zu versorgen und den Standort fit für die Zukunft zu machen. Am 18. Juni 2018 erfolgt die öffentliche Inbetriebnahme, dann steht jedem Unternehmen Internet mit 200 Mbit pro Sekunde synchron zur Verfügung, das heißt, sowohl im up- und im download. Das Gewerbegebiet Piesteritz ist das erste in Sachsen-Anhalt, welches im Rahmen der Breitband-Förderinitiative des Landes mit Highspeed-Internet durch die Stadtwerke-Tochter Wittenberg-Net versorgt wird. 

Hinweis

Für die „Kessel-Wechsel-Wochen“ haben die Stadtwerke Verträge mit den vier Geräteherstellern Elco, Remeha, Viessmann und Vaillant abgeschlossen. Wer sich für eine neue Erdgas-Heizungsanlage eines der teilnehmenden Hersteller entscheidet, diese durch einen Installateur der Wahl innerhalb des Aktionszeitraumes einbauen lässt und parallel dazu einen Ergasliefervertrag mit den Stadtwerken über 24 Monate mit Preisgarantie abschließt, bekommt die Prämie in Höhe von 200 Euro. Eine Rechnungskopie ist dem Gutschein per Post oder Mail beizufügen.

Einen Gutschein finden Interessenten auf dem Flyer oder können sich diesen auch aus dem Internet herunterladen. Nähere Informationen gibt es bei den Stadtwerken unter der Rufnummer 03491/470-116. Ein zusätzlicher Zuschuss auf die Investition in eine moderne Gas-Brenntwertheizung ist über die KfW-Förderprogramme der Bundesregierung möglich, weitere Infos sind unter der KfW-Hotline 0800/539 90 02 erhältlich.





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