Bild: Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Sammlungen, Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Regisseur Peter Benedix, KommBi-Leiterin Anett Brachwitz und Johannes Winkelmann, Geschäftsführer der Wittenberg Marketing GmbH (v.l.n.r.). Foto. Wolfgang Gorsboth

Bild: Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Sammlungen, Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Regisseur Peter Benedix, KommBi-Leiterin Anett Brachwitz und Johannes Winkelmann, Geschäftsführer der Wittenberg Marketing GmbH (v.l.n.r.). Foto. Wolfgang Gorsboth

12.06.2018

Theater, Film, Ausstellung und Geburtstagsparty auf dem Markt

Wittenberg feiert 725 Jahre Stadtrecht

Wittenberg (wg). Nach dem Fest ist vor dem Fest: Kaum sind die Feierlichkeiten zu "Luthers Hochzeit" beendet, steht bereits das nächste Ereignis vor den Toren der Lutherstadt: Vom 27. bis 30. Juni 2018 wird 725 Jahre Stadtrecht gefeiert. 

Am 28. Juni 1293 hatte Herzog Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg für 50 Mark Silber Leibrente die Selbstverwaltung an die Stadt verliehen, dieses Dokument ist das älteste Zeugnis, das im Wittenberger Ratsarchiv aufbewahrt wird. 

Auftakt bildet am 27. Juni um 19 Uhr ein Festakt mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den ehemaligen Oberbürgermeister Eckhard Naumann. Für diesen Festakt wurden zwei honorige Redner gefunden: Dr. Heiner Lück, Professor für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte an der MLU Halle-Wittenberg, spricht über neueste Forschungsergebnissen zur Stadtrechts-Urkunde. Die Laudatio auf Naumann hält Prof. Dr. Wolfgang Huber, der als früher EKD-Ratspräsident die Rahmenvereinbarung zur Neuordnung der Wittenberger Reformationsgedenkstätten mitunterzeichnete. 

Szenischen Theaterdarstellung 

„Aufstieg und Ende – die Geschichte der Askanier“ ist der Titel einer szenischen Theaterdarstellung der Askanischen Dynastie im Herzogtum Sachsen-Wittenberg am 28. Juni um 19 Uhr im Ratsarchiv/Klosterkirche, der Eintritt ist frei, es spielen Christiane Dalichow, René Lenz und Team. Auf dem Gelände des Franziskanerklosters wurde 2009 die Grabstätte Herzog Rudolfs II. entdeckt, der von 1356-1370 regierte. 

In dem Stück erwacht die Gründerin des Klosters, Herzogin Helena, Ehefrau von Albrecht I., viele Jahrhunderte nach ihrem Wirken, und trifft Georg von Hirschfeld, der 1883 im Auftrag des Deutschen Kaisers Grabungen in der ehemaligen Klosterkirche durchführte und damit Helenas Ruhe erheblich störte. Für Unruhe hatte bereits um 1530 der Alchemist Faust gesorgt. Auf dem Klostergelände wurden zahlreiche Zeugnisse einer Alchemisten-Werkstatt entdeckt. Und dass Faust von 1527 bis 1530 in Wittenberg war, ist nach Auskunft von Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Sammlungen, gesichert: Melanchthon habe Faust als „Kloake voller Teufel“ bezeichnet, überdies sei er vom Kurfürsten der Stadt verwiesen worden. 

Dokumentarfilm über das Reformationsjubiläum 

Am 29. Juni gibt es um 19 Uhr im Stadthaus die Wittenberger Premiere des Dokumentarfilms „Woran du dein Herz hängst“, ein Jahr lang hat Peter Benedix das Reformationsjubiläum begleitet und das Jahr aus Sicht der Wittenberger dokumentiert, das einzige Zeitzeugnis dieser Art von 2017. Eintritt zwei Euro, Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich. Diese Aufführung ist vorerst die einzige, denn der Film wird im Oktober auf der Dok-Leipzig präsentiert, dem zweitgrößten Wettbewerb dieser Art in Europa, Teilnahmebedingung ist, das Beiträge vorab noch nicht einem größeren Publikum gezeigt worden sind. 

Kinder- und Familienfest 

Unter dem Motto „Happy Birthday“ wird am 30. Juni auf dem Markt gefeiert. Zunächst gibt es von 12 bis 18 Uhr das vierte Kinder- und Familienfest des Eigenbetriebs Kommunale Bildungseinrichtungen (KommBi) mit vielen spielerischen und sportlichen Angeboten. Der Geburtstagskuchen, der um 15 Uhr angeschnitten wird, ist ein Quadratmeter groß. 

Cocktails und Musik 

Um 19 Uhr  geht es weiter mit Cocktails, Bier aus dem Marktbrunnen und Musik. Zwei Bands präsentieren ein kontrastreiches Programm: „Vientos del Caribe“ sind Musiker aus Deutschland, Kuba und Panama, die einen Mix aus Pop, Jazz und traditioneller kubanischer Musik spielt. Aus den Niederlanden kommt „Look Sharp!“, die sich in Europa einen Namen als Roxette-Tributeband gemacht hat. 

 Eine Ausstellung, die Ende August in der Historischen Stadtinformation Stadt eröffnet und von der Diplom-Historikerin Elke Strauchenbruch kuratiert wird, präsentiert unter dem Motto „Stadtluft macht frei“ Streiflichter aus 725 Jahren Stadtgeschichte.




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