Der Herold, die Nonnen und die Obrigkeit bei der Eröffnungszeremonie auf der Marktbühne. Foto: Oleg Alimov

Der Herold, die Nonnen und die Obrigkeit bei der Eröffnungszeremonie auf der Marktbühne. Foto: Oleg Alimov

08.06.2018

Generationenwechsel beim Stadtherold

Das Spektakel „Luther Hochzeit“ hat begonnen

Wittenberg (wg). Strahlendes Wetter mit hochsommerlichen Temperaturen, Klänge von Fanfaren und Trommeln und ein mit vielen fröhlichen, „Jubel“ rufenden Menschen gefüllter Marktplatz: So begann am Freitag kurz vor 17 Uhr das dreitägige Spektakel „Luthers Hochzeit“. Die schattigen Plätze unter den großen Sonnenschirmen waren zeitig ausgebucht. 

Mit der Eröffnungszeremonie wird den aus dem Kloster Nimbschen entflohenen Nonnen gedacht, darunter Katharina von Bora, die in diesem Jahr von Ivette Winkler dargestellt wird, sie war bereits 2002 die Lutherin, die anderen Nonnen werden traditionell von Schülerinnen des Luther-Melanchthon-Gymnasiums verkörpert. Begleitet wurden die Nonnen vom Wittenberger Bauernvolk und Musikanten, während die Stadtwache, der Fanfarenzug, Vertreter der historischen Vereine sowie Gäste vor der großen Bühne Position bezogen hatten. 

Das 493. Jubelfest der Hochzeit von Martin Luther, der sich unter seinem Denkmal tummelte und das Treiben beobachtete und Katharina von Bora, wurde noch einmal von Jürgen Simon als Stadtherold kurz angekündigt – zum 22. Mal in Folge. Sein bereits im vergangenen Jahr angekündigter ehrenvoller Rücktritt und damit ein Generationenwechsel wurden nunmehr vollzogen. 

„Eine Ära geht zu Ende und wir haben Jürgen Simon so reichlich beschenkt, dass das Stadtsäckel leer ist“, sagte Bürgermeister Christian Beyer alias Oberbürgermeister Torsten Zugehör und forderte das Publik auf, Simon mit einem dreifach donnernden „Jubel“ zu verabschieden.

Das verantwortungsvolle Amt des Herolds übertrug das Stadtoberhaupt an den Studiosus Clemens Meyer, ein ehemaliger Schüler des Lucas-Cranach-Gymnasiums, der in Hannover Medienwissenschaft studiert. Souverän übernahm Meyer seinen Part, begrüßte die neun Nonnen sowie den Torgauer Kaufmann Leonhard Koppe samt Gemahlin und kündigte die für Sonnabend anstehende Hochzeit samt Festumzug an.

OB Zugehör begrüßte in seiner gewohnt launigen Rede die weit gereisten Gäste in der „kleinsten Großstadt der Welt“ – Gäste aus Haderslev, Bretten, Békéscsaba, Eisenach und vor allem aus Göttingen: Mit der Stadt an der Leine verbindet Wittenberg eine 30-jährige Partnerschaft.

„Unsere Höfe, Plätze und Gassen sind voller Überraschungen dank unserer Verbündeten im Amte der Ehre“, lobte Zugehör das Engagement der vielen Vereine. Unzählige Köche sorgten dafür, dass jeder Gast seinen hungrigen Wanst sättigen könne. Die Stadt habe sich fein herausgeputzt zum Fest, obwohl der Lehnsherr vom Landkreis die Stadt ohne Unterlass schröpfe. 

Nachdem in den vergangenen Jahren andere Vereine an der Reihe waren, durfte heuer Wittenbergs historische Stadtwache aus Anlass ihres 20. Jubiläums den Hochzeitskranz hochziehen – offiziell das Signal, dass das Stadtfest beginnt. Anschließend gab es Freibier aus dem Marktbrunnen, wegen des begrenzten Kontingentes hatte sich dort bei Zeiten eine lange Schlange gebildet.




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