Miranda Fosnaugh (2.v.r) absolvierte im AWO-Haus „Albatros“ ein Praktikum, mit auf dem Bild sind Wendy S. Smiseck, Director Career Service der University Springfield, Stefanie Rieger, Geschäftsführerin des Instituts für deutsche Sprache und Kultur, Frank Flemming, Einrichtungsleiter Haus „Albatros“ und Elisabeth Böhmert, Institutsmitarbeiterin für Kursorganisation (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Miranda Fosnaugh (2.v.r) absolvierte im AWO-Haus „Albatros“ ein Praktikum, mit auf dem Bild sind Wendy S. Smiseck, Director Career Service der University Springfield, Stefanie Rieger, Geschäftsführerin des Instituts für deutsche Sprache und Kultur, Frank Flemming, Einrichtungsleiter Haus „Albatros“ und Elisabeth Böhmert, Institutsmitarbeiterin für Kursorganisation (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

11.05.2018

Kontakte zu Universitäten in den USA werden ausgebaut

Studenten aus Springfield zu Gast in Wittenberg

Wittenberg (wg). „Deutschland ist das Land der vielen Papiere und Dokumente“, sagt Miranda Fosnaugh im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag, "ich habe viel über das deutsche Rechts- und Verwaltungssystem erfahren und frage mich, warum es in Deutschland so viele Gesetze gibt.“ Die 20 Jahre junge US-Amerikanerin stammt aus Columbus in Ohio und studiert an der Wittenberg University in Springfield, die Partnerstadt von Wittenberg. 

Seit acht Jahren kommen immer im Frühjahr Studenten der kirchlichen Universität in die Lutherstadt, um hier ein Auslandssemester zu absolvieren, heuer sind es 20 junge Leute, Miranda erlebt ihre erste Überseereise. 

Am Institut für deutsche Sprache und Kultur e.V. an der Leucorea, unter dessen Dach das Auslandssemester unter dem Motto „Wittenberg in Wittenberg“ stattfindet, hat sie einen Intensivkurs Deutsch samt Landeskunde absolviert. Dazu gehört auch ein vierwöchiges Praktikum, sie entschied sich für das Haus „Albatros“ in Trägerschaft des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt. Zu wichtigen Behördenterminen hat sie Einrichtungsleiter Frank Flemming begleitet, dabei einen guten Einblick in die Praxis gewonnen und wurde auch hautnah mit den Problemen der Asylbewerber und Geflüchteten konfrontiert, auch jenen, die aufgrund der Perspektivlosigkeit eines gesicherten Aufenthaltsstatus von der freiwilligen Ausreise Gebrauch machten. 

„Mir ist klargeworden, wie wichtig solche Einrichtungen wie das Haus ‚Albatros’ sind“, erklärt Miranda, die während des Praktikums auch das gut funktionierende Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen kennenlernte. In der offenen Kinder- und Jugendarbeit beeindruckte sie die gute Gemeinschaft zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund: „Für Kinder und Jugendliche spielt die Herkunft keine Rolle, auch mich haben sie sofort akzeptiert, viele  haben ihre Englischkenntnisse aktiviert.“ 

Miranda studiert an der Wittenberg University Businessmanagement und Kommunikation. Sie bereitet sich auf den Abschluss vor, danach will sie in Chicago im Bereich Eventmanagement und PR arbeiten. 

Das Auslandssemester-Programm mit der Wittenberg University dauert 15 Wochen und umfasst auch Kurse zu Themen wie deutsche Geschichte, Deutschland und Europa sowie US-amerikanische Politik.

„Wir können eine große Bandbreite an Praktikumsplätzen anbieten“, berichtet die Geschäftsführerin des Instituts für deutsche Sprache und Kultur, Stefanie Rieger. Mit dabei seien die Stadtverwaltung Wittenberg, die Tourist-Informationen Wittenberg und Dessau, die Theater in Leipzig und Dessau, die Evangelische Grundschule, Nachbarschaftstreff sowie zahlreiche Unternehmen. Die Studenten sollen den deutschen Arbeitsalltag kennenlernen, Firmenmitarbeiter ihre Englischkenntnisse verbessern. „Die Nachfrage aus Springfield ist hoch, wir haben mehr Bewerber als Plätze“, so Rieger. 

Ende Mai startet das fünfwöchige Sommerprogramm mit Intensivkurs Deutsch, Unterbringung in Gastfamilien und Exkursionen, in diesem Jahr kommen Studenten von der Wittenberg University und der University of South Carolina. „Die Studenten freuen sich ganz besonders auf das Stadtfest ‚Luthers Hochzeit’“, berichtet Rieger, „wir bauen zur Zeit die Partnerschaften mit US-amerikanischen Universitäten aus und erarbeiten ein Winterprogramm mit japanischen Hochschulen.“ Neu seien auch Kontakte zu China, hier gehe es um Projekte für die Studienvorbereitung.




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