Jürgen Krause, seit 20 Jahren Vorsitzender des Tierheimvereins, mit der neuen Leiterin des Tierheims, Isabell Starke, und ihrem Stellvertreter Björn Schloss mit seiner Hündin Hilde. Foto: Wolfgang Marchewka

Jürgen Krause, seit 20 Jahren Vorsitzender des Tierheimvereins, mit der neuen Leiterin des Tierheims, Isabell Starke, und ihrem Stellvertreter Björn Schloss mit seiner Hündin Hilde.
Foto: Wolfgang Marchewka

30.04.2018

Fest und Tag der offenen Tür zum 20. Geburtstag

Der 1. Mai ist Tag des Tierheims

Wittenberg (wm). Er wird 77 Jahre alt, doch von der Arbeit kann er nicht lassen: Jürgen Krause, ehemaliger Chef des Wittenberger Ordnungsamtes, wirkt noch immer als ehrenamtlicher Vorsitzender des Tierheimvereins Wittenberg. Und freut sich sehr darüber, dass in den vergangenen 20 Jahren auf dem Gelände an der Belziger Chaussee sehr viel Gutes zum Wohle vernachlässigter Tier getan worden ist. 

„Der 1. Mai ist für uns wie Weihnachten“, schmunzelt Krause, und in diesem Jahr wird es eine besondere Bescherung geben: Eine Delegation des Tierschutzbundes hat sich aus Anlass des runden Geburtstages angesagt – mit sieben Ehrennadeln im Gepäck, die als Auszeichnung an verdiente Personen vergeben werden sollen. Eine ist für Marion Malbrich gedacht, der früheren Leiterin des Tierheims. 

Inzwischen hat sich nicht nur baulich sehr viel getan, sondern auch personell, denn die Leitung des Tierheims ist in jüngere Hände übergeben worden: Isabell Starke heißt die neue Chefin, die den Beruf der Tierpflegerin gelernt und nach der Lehre weitere praktische Erfahrungen in einer großen Tierarztpraxis dieser Region gesammelt hat. 

Ihre zarten Hände werden unterstützt von Stellvertreter Björn Schloss, einem Mann mit kräftigen Oberarmen und praktischerweise sehr viel handwerklichem Geschick. „Nebenbei“ ist der Herr vom Schloss auch noch gelernter Koch, was Senior Jürgen Krause zu der Bemerkung veranlasst: „Das ist gut für die Tiere!“ 

Der Vorsitzende des Tierheimvereins hat auch eine Frau. Die meinte vor 20 Jahren nach einer Besichtigung des damals heruntergekommenen Geländes zu den Übernahmeplänen ihres Angetrauten: „Du bist verrückt!“. Aber dann segnete sie das Projekt Tierheim doch ab und half engagiert mit, an den Maifeiertagen das Kesselgulasch aus eigener Herstellung an die erwartungsfrohen Gäste zu verkaufen, um frisches Geld für die nächsten baulichen Vorhaben auf dem immer ansehnlicher werdenden Gelände einzunehmen. 

Die Arbeit hat sich gelohnt und ist auch offiziell anerkannt worden: Der Deutsche Tierschutzbund hatte das Wittenberger Tierheim bereits in 2012 als erstes in Sachsen-Anhalt mit der Tierheim-Plakette ausgezeichnet. 

Aus dem Provisorium der ersten Tage ist ein Schmuckstück geworden: „Mehr als eine Million Euro konnten wir dank diverser Unterstützer über den Verein investieren“, berichtet Krause. Darunter waren größere Summen wie die von Toto-Lotto, aber auch zahlreiche private Spender, deren kleine Beträge ebenfalls wertvoll waren: „Auch diese Spenden haben uns sehr geholfen, weil wir die Lottomittel kofinanzieren mussten“, berichtet Krause. 

In den 20 Jahren hat das Wittenberger Tierheim etwa 2.000 Hunde aufgenommen, 3.200 Katzen und 1.000 andere Tiere und außerdem in jedem Jahr etwa 100 Katzen sterilisieren oder kastrieren lassen. Dabei wurden wild lebende Katzen sterilisiert, versorgt und anschließend zurück an ihre Futterstelle gebracht: „Etwa 90 % dieser Katzen sind nicht resozialisierbar“, begründet Krause. 

Das Fest am 1. Mai

20 Jahre Tierheim und Tierpension sind ein guter Grund zum Feiern. Das Programm:

10:00 Uhr: Eröffnung und Ehrung aktiver Mitglieder und ehrenamtlicher Helfer

10:30 Uhr: Musikalischer Frühschoppen mit Jan von Suppengrün 

11:30 Uhr: Auftritt von Tinas Tanzmäusen 

14:00 Uhr: Auftritt der Rettungshundestaffel Vockerode 

Ganztägig:

Papa Schulz begleitet durch den Tag. Clown Werner freut sich auf die Kinder. Hüpfburg,  Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt.




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