Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff setzt sich für eine gesetzliche geregelte Mindestausbildungsvergütung für Azubis ein. Foto: Archiv Wolfgang Marchewka

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff setzt sich für eine gesetzliche geregelte Mindestausbildungsvergütung für Azubis ein. Foto: Archiv Wolfgang Marchewka

15.04.2018

Ministerpräsident sieht gesetzlichen Handlungsbedarf

Meisterfeier: Haseloff für Mindestausbildungsvergütung

Magdeburg/Wittenberg (WiSo). Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat sich am heutigen Sonntag in Magdeburg bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Magdeburg für eine Mindestausbildungsvergütung eingesetzt.

„Die vielen Ausbildungsabbrüche gerade im Handwerk machen Sorgen. Dies hat sicher viele unterschiedliche Gründe, darunter auch mangelndes Durchhaltevermögen. Manche Auszubildende sind aber auch unzufrieden mit ihrer Vergütung. Aus meiner Sicht besteht hier gesetzlicher Handlungsbedarf. Wir sollten analog zum Mindestlohn über eine Mindestausbildungsvergütung nachdenken“, erklärte Haseloff.

Haseloff gratulierte den frischgebackenen Jungmeistern. Ihnen stünden neue Chancen offen. Sie könnten nun ein eigenes Unternehmen gründen oder in einem bestehenden Unternehmen die Nachfolge des Chefs antreten. 

Gerade im Bereich der Unternehmensnachfolge stehe Sachsen-Anhalt in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. „Um Nachfolgen und auch Neugründungen zu erleichtern, hat die Landesregierung eine Meistergründungsprämie eingeführt. Sie wird inzwischen gut angenommen“, hob der Regierungschef hervor. 

Die vielleicht wichtigste Existenzgrundlage für das Handwerk sei der Fachkräftenachwuchs, der idealerweise direkt im Betrieb sein Handwerk „von der Pike auf“ lerne, betonte Haseloff. Früher hätten sich die Handwerksmeister um genug Auszubildende nicht sorgen müssen. Die Zeiten hätten sich vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung allerdings geändert. 

„Manchmal entsteht in Deutschland der Eindruck, es müssten alle Abitur machen und möglichst studieren, um im Leben etwas zu werden. Das ist falsch. Das Handwerk ist das beste Beispiel, dass man auch auf anderen Wegen Erfolg haben kann. Ich kann den jungen Menschen nur raten, gründlich zu überlegen, ob es nicht im Handwerk für sie eine Perspektive gibt“, machte Haseloff Mut.




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