Oberbürgermeister Torsten Zugehör (rechts) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft (Wiwog), stellten das geplante Bauprojekt gemeinsam vor. Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (rechts) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft (Wiwog), stellten das geplante Bauprojekt gemeinsam vor. Foto: Wolfgang Gorsboth

14.04.2018

Beton-Speicher in Kleinwittenberg wird abgerissen

Die Wiwog entwickelt eine Brache für Wohnzwecke

Wittenberg (wg). Der 31 Meter hohe Beton-Speicher an der Elbe in Kleinwittenberg wird ab Montag abgerissen, der dazu erforderliche Spezialbagger aus Hamburg ist bereits mit dem von der Polizei eskortierten Sondertransport in Wittenberg eingetroffen. Auf circa 250.000 Euro schätzt Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft (Wiwog), die Kosten des Abrisses, der ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen werde. Die Komplettberäumung des Grundstücks werde circa zwei Monate dauern.

Mit dem Speicher-Abriss nimmt nach fünfjähriger, intensiver Vorbereitungszeit ein, wie Oberbürgermeister Torsten Zugehör betont, „sehr schwieriges Vorhaben“ Konturen an: „Wittenberg als Stadt an der Elbe erlebbar zu machen, ist eines der zentralen Ziele der Stadtentwicklung.“ Außer dem Areal Klöpping/Schandert an der Dresdener Straße ist das Areal in Kleinwittenberg südlich der Dessauer Straße das einzige im Stadtgebiet, wo dieses städtebauliche Ziel verwirklicht werden kann.

25 Jahre lang befand sich dort eine Brache, zu der nicht nur der Speicher sondern auch der alte, ebenfalls zum Abriss anstehende Pharmaziebereich sowie die Reismühle, für die derzeit noch keine Abrissgenehmigung vorliegt, gehören. Die dortigen Grundstücke befanden sich im Besitz verschiedener Eigentümer, so dass die Wiwog, die diese Brache entwickeln soll, die Grundstücke Stück für Stück aufkaufte. 

„Wir haben ein Jahr benötigt, um den Abriss für den in den 1930er Jahren errichteten Speicher, immerhin eine Landmarke und ein Einzeldenkmal, beim Landesverwaltungsamt genehmigt zu bekommen“, erklärt Gießmann. „Ein Um- und Ausbau des Speichers zu Wohnflächen ist aus statischen Gründen nicht möglich, deshalb der Abriss unumgänglich.“ 

Die ehemalige Brache soll von der Wiwog zu einem Wohngebiet mit entsprechenden Parzellierungen entwickelt werden, angedacht sind Geschossbebauung, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Auch der Radweg an der Elbe, der bislang an der Turnhalle am Elbhafen von SV Grün-Weiß Piesteritz endete, wird auf dem Areal eine Fortführung finden. 

„Es handelt sich bei dieser Brache um eine sehr noble Fläche, deshalb wird es Diskussionen geben“, sagt OB Zugehör. Bei der Entwicklung der Fläche habe Qualität absoluten Vorrang. Für die Erstellung des B-Plans ist der Stadtrat mit seinem Bauausschuss zuständig, dafür wird ein Zeitrahmen von circa einem Jahr kalkuliert.

Gießmann: „Wenn wir im Frühjahr 2019 Baurecht haben und loslegen können, wäre das ein sehr arrivierter Zeitplan.“ 

Hinweis 

Die auf dem Beton-Speicher befindliche Richtfunkantenne fällt ebenfalls der Abrissbirne zum Opfer, dafür wurde bereits Ersatz an einem anderen Standort geschaffen. „Wenn am Montag die Abrissarbeiten beginnen, wird der Funkverkehr in der Stadt nicht zusammenbrechen“, versichert Zugehör.




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