Stephan Zöllner, Leiter der Bethel-Begegnungsstätte. Foto: Wolfgang Gorsboth

Stephan Zöllner, Leiter der Bethel-Begegnungsstätte. Foto: Wolfgang Gorsboth

28.03.2018

„Wittenberger Gespräche“ werden in 2018 fortgesetzt

Die Bethel-Begegnungsstätte bleibt bis Ende 2019 in Wittenberg

ittenberg (wg). Die Begegnungsstätte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die im Juli 2016 ihre Arbeit in der Collegienstraße 41/42 aufgenommen hatte, bleibt bis Ende 2019 in der Lutherstadt präsent. „Wir sind Gäste und zugleich Gastgeber für Einheimische und Besucher der Stadt“, erklärt Stephan Zöllner, Leiter der Bethel-Begegnungsstätte, im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Die „Wittenberger Gespräche“, die im vergangenen Jahr als neues Format eingeführt wurden, werden 2018 fortgesetzt. 

Auch in 2018 werden große Ereignisse gefeiert wie die Antrittsvorlesung Philipp Melanchthons an der Wittenberger Universität vor 500 Jahren und natürlich das Stadtfest „Luthers Hochzeit“. 

Im vergangenen Jahr hat Bethel Leitungskräfte und Mitarbeiter zu Tagungen und Fortbildungen in Wittenberg eingeladen. „Von den Teilnehmern wurden diese Angebote sehr gut angenommen, so dass wir diese in 2018 fortsetzen“, so Zöllner, „daran können auch externe Gäste teilnehmen.“ 

Bethel-Mitarbeiter, die in der Lutherstadt waren, seien gute Wittenberg-Botschafter. „Viele kennen die Stiftung Bethel, aber nur wenige wissen, was sich hinter dieser Marke, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, verbirgt“, sagt Zöllner. Das vergangene Jahr, das unter dem Motto „500 Jahre Reformation und 150 Jahre Bethel“ stand, sei ein sehr erfolgreiches gewesen, pro Woche habe man durchschnittlich 500 bis 600 Besucher gezählt, die sich in angenehmer Atmosphäre über die Arbeit der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel informieren wollten. Viele, die in die Begegnungsstätte kommen, wollen Gespräche führen, suchen den Dialog, wollen Sorgen los werden - oder haben ganz konkrete Probleme, für die vor Ort Ansprechpartner fehlen. 

„Wir haben diese Stadt über einen längeren Zeitraum aus externer Sicht betrachtet und sehen ungedeckte Bedarfe, fehlende Fachexpertise in praktischen Belangen und unbeantwortete Fragen, die aus der Mitte der Gesellschaft gestellt werden“, erläutert Zöllner. Man wolle in der Region gemeinsam mit anderen Trägern etwas bewegen und habe bereits mehrere Anstöße zu Kooperationen gegeben. 

„Wir hatten in unserer Begegnungsstätte Besucher mit ganz konkreten Fragen und Bedarfen, die wir an unsere Einrichtungen in Bielefeld oder Berlin vermitteln konnten, obwohl ihnen eigentlich vor Ort geholfen werden müsste“, berichtet Zöllner. So schlage man den Aufbau einer gemeinsamen Beratungsstelle vor, an der sich verschiedene Träger personell und finanziell beteiligen, um so ein breites Expertenwissen zu bündeln und Netzwerke aufzubauen. 

„Wittenberger Gespräche“

Zahlreiche Wittenberger seien in der Begegnungsstätte gewesen und hätten gefragt, wie sie sich einbringen könnten. „Statt über die Kirchenferne vieler Menschen in Ostdeutschland zu jammern, muss man Menschen Raum bieten und zeigen, wo sie Verantwortung übernehmen können“, so Zöllner. Damit befasst sich das erste „Wittenberger Gespräch“ am 20. April mit „Diakonisches Handeln in der Gesellschaft – wie können sozial Engagierte den Weg zur Diakonie finden?“ 

Man habe in der Begegnungsstätte auch Wittenberger begrüßt, die in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in der Stadt arbeiteten, die das Gespräch gesucht hätten, um neue Anregungen für den Dienst am Menschen zu gewinnen. 

Kooperationen sind auch beim Thema Fachkräftemangel angesagt, der inzwischen alle Branchen erreicht hat. Zöllner: „Was können diakonische Einrichtungen von der Wirtschaft und umgekehrt lernen?“ Damit befasst sich das siebte „Wittenberger Gespräch“ am 2. November mit dem Thema „Personalgewinnung in der Wirtschaft“. 

Das zweite Wittenberger Gespräch“ widmet sich am 1. Juni dem „Bundes-Teilhabe-Gesetz – Entwicklung und Auswirkungen in der sozialen Arbeit“. Weiter geht es am 27. Juli mit „Gesellschaftliche Perspektiven und Möglichkeiten in der sozialen Arbeit vs. sozialpolitische Strukturen“. 

Mit „Hospizarbeit/Historie/Wirken und Handeln/Herausforderungen“ befasst sich das vierte „Wittenberger Gespräch“ am 24. August und am 21. September gibt es in der Begegnungsstätte einen Tag der offenen Tür mit einem kleinen Markt der Möglichkeiten.

„Vernetzung von Fachbereichen im Kliniksektor am Beispiel der Behandlung von Epilepsien“ ist Thema am 19. Oktober und das letzte „Wittenberger Gespräch“ in diesem Jahr am 24. November widmet sich der „Produktherstellung aus Werkstätten“. 

Hinweis 

Zu allen Veranstaltungen sind Interessenten herzlich willkommen. Wer Ideen für weitere Themen hat und/oder sich als Referent einbringen möchte, meldet sich in der Begegnungsstätte in der Collegienstraße 41/42, Tel.: 03491/433 18 33, E-Mail: u.grunwald&bethel-wittenberg.de




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