Lego ist nur Kinderspielzeug? Von wegen! Eric Haftendorn, Jonas Auch, Jannis Beranik, Yoshua Dost, Erik Schulze und Jan-Michael Richter sowie Schiedsrichterin Maily Pham (v.l.n.r.) sorgten im Gymnasium Jessen für eine spannende Schulmeisterschaft im „Robot-Game 2018“. Fotos: Wolfgang Gorsboth

Lego ist nur Kinderspielzeug? Von wegen! Eric Haftendorn, Jonas Auch, Jannis Beranik, Yoshua Dost, Erik Schulze und Jan-Michael Richter sowie Schiedsrichterin Maily Pham (v.l.n.r.) sorgten im Gymnasium Jessen für eine spannende Schulmeisterschaft im „Robot-Game 2018“. Fotos: Wolfgang Gorsboth

24.03.2018

Schulmeisterschaft: Komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen bewältigen

Jessener Robotic-AG spielt in der „First Lego League“ mit

Jessen (wg). Gegenstände genau platzieren oder zusammenführen, aufheben oder transportieren – ganz unterschiedliche Aufgaben waren bei der Schulmeisterschaft Robot-Game 2018 des Gymnasiums Jessen zu absolvieren. Zweieinhalb Minuten Zeit pro Durchgang hatten die drei Zweier-Teams der Klassen 7 und 8, um so viele Aufgaben wie möglich erfolgreich zu erledigen und dafür Punkte zu sammeln. Millimeter genaue Präzisionsarbeit war angesagt, aber manchmal machen die Roboter einfach nicht das, was sie sollen…

Seit zwei Jahren gibt es die Robotic-AG am Jessener Gymnasium, geleitet wird sie von Klaus-Peter Goblirsch, Fachlehrer für Physik und stellvertretender Schulleiter. Die AG trifft sich jeden Donnerstag von 13 bis 15 Uhr, gearbeitet wird mit Bausätzen von Lego Mindstorms EV 3, aus denen die unterschiedlichsten Robotertypen gebaut werden können. Circa 350 Euro kostet ein Bausatz – drei hat der Schulförderverein gesponsert, einen hat die Schule aus eigenen Mitteln gekauft. 

„Im ersten Jahr haben wir uns intensiv mit dem Bauen und Programmieren der Roboter befasst, im zweiten Jahr mit der praktischen Erprobung“, berichtet Goblirsch im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. Beim Regionalausscheid des internationalen Wettbewerbs „First Lego League“ (FLL) in Merseburg belegte die AG den elften Platz: „Da haben wir Lehrgeld bezahlt, bei der Schulmeisterschaft wollen wir zeigen, dass wir besser geworden sind“, sagt Goblirsch. „Unsere Schüler haben viele gute Ideen, aber die Kooperation muss noch besser werden.“ 

Sportliche Wissenschaft 

Die FLL ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführen möchte. In der AG arbeiten die Schüler wie echte Ingenieure in einem Team und an einem gemeinsamen Thema zusammen. Sie planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, der knifflige Aufgaben meistern soll. 

In jedem Jahr steht die FLL unter einem anderen Motto, 2016/17 als die AG startete, hieß es „Animal Allies“, im Schuljahr 2017/18 „Hydro Dynamics“. Weltweit beteiligen sich mehr als 23.000 Teams, die besten kommen aus China und Taiwan. Die Teilnahmegebühr von rund 500 Euro sowie Fahrtkosten oder die blauen T-Shirts mit der Aufschrift „RobotJes“ werden von Jessener Firmen gesponsert. Anliegen der FLL ist es, zukunftsträchtige Kompetenzen wie Technologieverständnis, Teamgeist und Kreativität bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. „Unsere Schüler lernen dabei Ausdauer und sie machen die Erfahrung, dass man auch mit Misserfolgen leben muss“, so Goblirsch. 

Circa zweieinhalb Meter lang und einen Meter breit ist der Spieltisch, auf dem die Lego-Mindstorms-Roboter ihre Aufgaben erledigen müssen. Nach jeder Aufgabe geht es zurück in die Base, wo der Roboter für die nächste Aufgabe mit einem neuen Aufsatz präpariert wird. Müssen die Schüler eingreifen, weil der Roboter eben nicht das macht, was ihm vorher „beigebracht“ wurde, gibt es Minuspunkte. 

Auf dem Spieltisch müssen Aufgaben wie Wasserbehälter punktgenau abladen, einen Brunnen bauen, Abflussrohre austauschen oder Filter im Wasserwerk öffnen und schließen bewältigt werden. Ist der Roboter einmal sprichwörtlich von der Leine gelassen, dürfen die Teams nicht mehr eingreifen. Läuft dennoch etwas nicht wie geplant, muss der Roboter zurück in die Base. 

Die Schulmeister

Erik Schulze und Jan-Michael Richter, Eric Haftendorn und Jonas Auch sowie Jannis Beranik und Yoshua Dost bildeten bei der Schulmeisterschaft die Teams, als Schiedsrichterin fungierte das einzige Mädchen in der AG – Maily Pham, die die fünfte Klasse besucht und den jungen Herren zeigte, wo es lang geht. Es wurden vier Durchläufe absolviert, der schlechteste aus der Gesamtwertung gestrichen. Am Ende setzten sich Jannis und Yoshua mit 345 Punkten durch, vor Erik und Jan-Michael mit 295 Punkten und Eric und Jonas mit 190 Prunkten. Für alle drei Teams gab es Urkunden und kleine Präsente. 

Leben und Reisen im Weltraum

Auch wenn sich die AG am Jessener Gymnasium in diesem Schuljahr nicht über den Regionalausscheid hinaus qualifizieren konnte, werden sich die Schüler neue Herausforderung suchen, auch  Roboterkämpfe austragen. An der FLL 2018/19 wollen sie auch teilnehmen, dann lautet das Thema „Into Orbit – Leben und Reisen im Weltraum“, am 1. August 2018 werden die detaillierten Aufgabenstellungen bekannt gegeben, eine Anmeldung ist ab 9. April möglich.

Hintergrund

Die FLL ist der weltweit größte Roboter- und Forschungswettbewerb, in dem Kinder und Jugendliche zusammen mit einem Roboter Probleme der realen Welt lösen und so die Forscher von morgen werden. In diesem internationalen Wettbewerb messen sich Jugendliche in vier Bereichen – Robot Game, Technik und Design, Forschungspräsentation und Teamgeist. Das Motto des diesjährigen Wettkampfs ist „Hydro Dynamics – Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser ergründen“.





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