Anett Brachwitz, Leiterin des Eigenbetriebs Kommunale Bildungseinrichtungen, Bibliotheksleiterin Katrin Hanß und Gabriela Günther (v.l.n.r.), Fachbereichsleiterin Gebäudemanagement. Foto: Wolfgang Gorsboth

Anett Brachwitz, Leiterin des Eigenbetriebs Kommunale Bildungseinrichtungen, Bibliotheksleiterin Katrin Hanß  und Gabriela Günther (v.l.n.r.), Fachbereichsleiterin Gebäudemanagement. Foto: Wolfgang Gorsboth

09.02.2018

Der Umbau und die Sanierung am Altstandort kommt

2017 war ein gutes Jahr für die Stadtbibliothek Wittenberg

Wittenberg (wg). „2017 war für uns ein gutes Jahr“, blickt Katrin Hanß, Leiterin der Stadtbibliothek Wittenberg, zurück und nennt dafür vor allem zwei Gründe: Ersten konnte in knapp einem halben Jahr die Sanierung der Zweigstelle Piesteritz vollzogen werden und zweitens entschied sich der Kulturausschuss im Dezember für den Vorschlag der Verwaltung, am zentralen Standort der Hauptbibliothek in der Schlossstraße festzuhalten und diesen nachhaltig zu sanieren. 

Auch die Statistik für 2017 kann sich sehen lassen: Die Bibliothek registrierte 1.855 Nutzer, 37.707 Besuche in der Hauptbibliothek und den Zweigstellen, wobei 100.083 Medien aller Art ausgeliehen wurden bei einem Bestand von 53.800 Medien. Quer durch alle Altersgruppen dominieren die Frauen/Mädchen, die zwei Drittel aller Nutzer stellen. 446 Neuanmeldungen wurden vollzogen. 

Stark im Kommen ist die Onleihe mit 8.800 Downloads im vergangenen Jahr, wobei das klassische Buch nach wie vor dominiert. 3.949 neue, aktuelle Medien wurden 2017 angeschafft, darunter auch sogenannte Tonieboxen für Kinder ab drei Jahren – Hörfiguren, die Geschichten erzählen. Eine der 15 Boxen kann entliehen werden. 

Mit 127 Veranstaltungen 2017 verzeichnet die Stadtbibliothek gegenüber dem Vorjahr ein plus um sieben Prozent, gegenüber 2011 sogar um 74 Prozent. 46 Veranstaltungen wendeten sich speziell an Kinder, 51 an Erwachsene. Der Lesesommer XXL, dessen landesweite Eröffnung 2017 in Wittenberg stattfand, bescherte der Bibliothek Zuwachs bei Kindern und Jugendlichen. Zu den gut besuchten Veranstaltungen gehören das Bilderbuchkino, die Autorenlesungen in Schulen und in der Stadtbibliothek sowie die neue Reihe „Wollen Sie die Ersten sein?“ – hier werden Neuerwerbungen vorgestellt. 

Umbau und Sanierung

2018 erfolgen Planungen und Ausschreibungen, 2019 soll die Hauptstelle der Stadtbibliothek in der Schlossstraße dann in einer Bauzeit von circa neun Monaten komplett saniert und modernisiert werden. In dieser Zeit ist eine Schließung der Einrichtung unumgänglich, nach einem innenstadtnahen Ausweichquartier wird noch gesucht. 

Die Finanzierung erfolgt über das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASO), der Fördermittelanteil beträgt 560.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt 280.000 Euro. Da es sich hierbei um die Fortsetzung einer Gesamtmaßnahme im investiven Bereich mit hohem Förderanteil handelt, unterliegen Umbau und Sanierung der Bibliothek nicht dem Konsolidierungszwang. Ungeachtet dessen wollen Stadt und Stadtrat eine Initiative starten, die das Land auffordert, Bibliotheken nicht mehr als freiwillige, sondern als Pflichtaufgabe einzustufen. 

Als die ehemalige „Rosa-Luxemburg“-Schule aufwändig saniert und als Bildungszentrum „Lindenfeld“ profiliert wurde, bestand von Anfang an die Option, die Stadtbibliothek dort nach Ablauf des Zweckbindungszeitraumes Ende 2016 unterzubringen. Für den Altstandort sprechen trotz höherer Investitionskosten indes die zentrale Lage mit guter ÖPNV-Anbindung, die Steigerung der Attraktivität der Altstadt, das inhaltliche Konzept und die langfristig höhere Wirtschaftlichkeit. 

„Der gegenwärtige Entwurf sieht vor, einen Teil des offenen Innenhofes mit einem Glasdach zu versehen, die tragenden Wände aufzulösen und in diesem Bereich die Nutzfläche zu erweitern“, erklärt Gabriela Günther, Fachbereichsleiterin Gebäudemanagement. Im Bereich des Südflügels werden die Räume nicht mehr als Büros und Lager genutzt, sondern für Vortragsraum und Ausleihfläche. Die seitlichen Flure sind dann keine Sackgassen mehr, sondern werden im Südflügel verbunden. Die Büros werden im Obergeschoss konzentriert, für den Transport der Bücher ist ein kleiner Lastenaufzug vorgesehen. 

Die Stadt hat inzwischen die Fläche hinter der Stadtbibliothek erworben, hier wird es nach Auskunft von Bürgermeister Jochen Kirchner eine Mischung aus Außenfläche und Parkierung geben, das Konzept sei derzeit in Arbeit. Außerdem erhält die Bibliothek in der Mitte des Gebäudes einen neuen Eingang, der alte bleibt den Mietern im Objekt vorbehalten. 

Neben der baulichen Erneuerung der Stadtbibliothek geht es auch um eine neue, moderne und nutzerfreundliche Ausstattung. Dazu erarbeiten Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig kostenfrei für die Stadt Entwürfe und Modelle, die bis zum Sommer vorliegen sollen. Der Eigenbetrieb Kommunale Bildungseinrichtungen, der Bibliothek, Kitas und Grundschulen unter einem Dach vereint, erarbeitet zudem eine neue Konzeption.




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