10.01.2018

Wittenberger Sonntag liest die Westdeutsche Zeitung

Eine neue GroKo sollte mehr "Gedöns" wagen

Hagen (ots) - Es ist 20 Jahre her, dass der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den langen Namen des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit "Familie und Gedöns" abgekürzt hat. Tatsächlich war damals der Stellenwert von "weichen Themen" so gering wie die Verbreitung der vollen Berufstätigkeit junger Mütter. Kurz vor der Jahrtausendwende gab es kaum öffentlich geförderte Optionen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Elterngeld? Krippenplatz? Ganztagsschulen? Fehlanzeige, zumindest in Westdeutschland. Erwerbstätige Mütter brauchten einen Partner, der zu Hause bleibt, eine fitte Oma oder eine private Kinderbetreuung. Kein Wunder, dass es noch vor 20 Jahren selbstverständlich war, dass Mütter nach der Geburt erst mal drei Jahre zu Hause blieben und danach vorsichtig, die Teilzeit angepasst an die Öffnungszeiten des Kindergartens, wieder in den Beruf einstiegen.

Inzwischen ist die Familienpolitik auf den Kopf gestellt. Die Ehe hat an Bedeutung verloren. Wer sich allein auf den Hauptverdiener verlässt, handelt heutzutage fahrlässig. Sollte es noch einmal zu einer Großen Koalition kommen, dann sind die Parteien gut beraten, die Familienpolitik weiter zu entwickeln. Es fehlen Ganztagsschulen und Kitaplätze, zudem geraten Frauen noch immer in die Teilzeitfalle, aus der sie nicht mehr herauskommen. 

Denn eins ist klar: Die Zahl der Kinder wird wachsen. Schließlich steigt nicht nur die Zahl der Zuwanderer, sondern auch (vorsichtig) die Geburtenrate. Der Begriff "Gedöns" ist glücklicherweise eingemottet. Aber ein Topthema ist die Familienpolitik noch nicht. Hier liegt die echte Chance für eine GroKo-Neuauflage.




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