Helga Freund war zuletzt bei den WMG in Neuseeland mit fünfmal Gold und fünfmal Silber erfolgreich. Foto: W. Gorsboth/A

Helga Freund war zuletzt bei den WMG in Neuseeland mit fünfmal Gold und fünfmal Silber erfolgreich. Foto: W. Gorsboth/A

09.01.2018

Elf Vereine haben elf Kandidaten vorgeschlagen

Wer erhält den „Sport-Oscar“ für sein Lebenswerk?

Wittenberg (wg). Wenn am 20. Januar im Autohaus Moll die traditionelle Sportgala des Kreissportbundes (KSB) Wittenberg steigt, wird mit dem „Wittenberger Sportring“ das Lebenswerk im Dienste des Sports gewürdigt. Die auch als „Sport-Oscar“ bezeichnete Ehrung setzt gleich zu Beginn der Gala einen Glanzpunkt, Laudatio und Ehrung nehmen Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, Ines Kramer, Finanzvorstand des Landessportbundes und Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör vor. 

Elf Vereine haben elf Kandidaten in zehn Sportarten vorgeschlagen, die mindestens 55 Jahre alt sein müssen. Die Kandidaten:

Annemarie Wawrock 

Annaburger Hallenradsportverein, Radsport 

Wawrock, Jahrgang 1943, ist die Dienstälteste im Vorstand des Vereins, in dem sie eine vorbildliche Arbeit als Schriftführerin leistet. In ihrer Jugend ist sie selber Kunstrad gefahren und hat an Wettkämpfen teilgenommen, seit 1970 ist sie Trainerin. 

Kunstradfahren hat in Annaburg eine mehr als 100-jährige Tradition, als der Verein 1990 neu gegründet wurde, gehörte sie zu den Mitbegründern. Auch dank ihrer Leistung konnte der Verein 2017 im 1er-Kunstradfahrern zwei Landesmeistertitel (U11, Schüler), im 2er-Kunstradfahren den Vize-Landesmeistertitel (U15) und in der Altersklasse U11 den Landespokal holen. Am 15. Januar 2018 feiert sie ihren 75. Geburtstag. 

Günther Singhoff 

SV Grün-Weiß Piesteritz, Handball 

Auf ein langes Leben im Zeichen des Sports kann der 1924 geborene Günther Singhoff zurückblicken. Er war viele Jahre aktiver Handballer und brachte als Sportlehrer in Reinsdorf jahrzehntelang Kindern und Jugendlichen den Handballsport und die Liebe zum Sport allgemein nahe. 

Viele Jahre stand er als Trainer im Jugend- und Erwachsenbereich an der Seitenlinie. Auch nach Ende der aktiven Trainerlaufbahn trifft man den 93-Jährigen regelmäßig in der Wittenberger Stadthalle und den Sportarenen in Sachsen-Anhalt. 

Dagmar und Detlev Bär 

SG 75 Jessen, Leichtathletik 

Ohne Kampfrichter gibt es keine Wettkämpfe: Dagmar (Jahrgang 1953) und Detlev Bär (Jahrgang 1949) sind seit mehreren Jahrzehnten als fleißige Helfer im Sport tätig. Beide waren überdurchschnittlich engagierte Sportlehrer am Gymnasium Jessen (Fachschaftsleiter) und sind auch seit dem Ruhestand dem Sport in der Region treu geblieben.

Bei jeden Sportevent in der Leichtathletik stehen sie als Kampfrichter unterstützend zur Seite und erfüllen ihre Aufgaben verantwortungsbewusst, präzise, fair und mit einem hohen Maß an Wissen und Können.

Jutta Freydank

Kropstädter SV 02, Gymnastik

Freydank, Jahrgang 1943, ist seit 1966 Mitglied des Vereins und dort als Gründerin der Sportgruppe Gymnastik und Radfahren tätig. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement hat sie den Verein in den vergangenen 50 Jahren entscheidend positiv geprägt und ist sehr darauf bedacht, sportliche Traditionen beizubehalten. 

Sie ist bei allen Vereinsmitgliedern sehr geschätzt und lebt vor, wie wichtig Bewegung und Gesundheit auch im hohen Alter sind. 

Wilfried Gärtner

TSG Wittenberg, Leichtathletik

Gärtner, Jahrgang 1940, hat in 55 Jahren unzählige Stunden als Trainer, Übungsleiter und Wettkampforganisator für die TSG aufgebracht. Von 1971 bis 1992 war er Sektionsleiter der Leichtathleten und dann noch einmal mit Joachim Steudte als Doppelspitze von 2008 bis 2013. 

Zu den Höhepunkten seiner Sektions- und Übungsleitertätigkeit gehörten die Olympia-Qualifikation im Marathon und 20-Kilometer-Straßengehen 1976 im Stadtzentrum von Wittenberg sowie 1977 der Vierländerkampf (Frankreich, Italien, Schweden, DDR), ebenfalls im Stadtzentrum vor mehr als 10.000 Zuschauern. 

21 nationale Crossläufe hat Gärtner im Volkspark organisiert, dazu kommen Werfertage, Abendsportfeste, Großstaffelläufe, Ranglistenläufe, Hallenkreismeisterschaften im Hochsprung sowie von 2007 bis 2016 die traditionellen Werfertage „Wurf mit Handicap“. 

Cornelia Türk

Sama Budo Kai Annaburg, Judo

Türk ist seit 25 Jahren aktive Judoka, seit 22 Jahren im Verein und seit 12 Jahren ist die 58-Jährige auch Vereinsvorsitzende sowie Übungsleiterin, die drei Gruppen im Verein sowie drei Schul-Arbeitsgemeinschaften im Judo an Grundschulen trainiert. 

Sie unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei Wettkämpfen und vertritt den Verein auch als Schiedsrichterin.

Rolf Krause 

VfB Zahna 1921, Kegeln

Krause, Jahrgang 1946, war von 1973 bis 2004 in der ersten Männermannschaft aktiv und von 1970 bis 1972 am Aufbau der Kegelbahn in Zahna beteiligt. Von 1983 bis 2000 leitete er die Abteilung Kegeln des VfB Zahna, seit 1990 ist er Übungsleiter mit C-Lizenz.

Von 2007 bis 2017 zeichnete er als Staffelleiter Jugend A und B im Spielbezirk Wittenberg verantwortlich und engagierte sich in der Betreuung und Anleitung des Nachwuchses bei Kreis- und Landesmeisterschaften sowie Deutschen Meisterschaften. 

Günther Kunze

SV Einheit Wittenberg, Fußball 

Günther Kunze feierte im Oktober 2017 nicht nur seinen 80. Geburtstag, sondern auch seine 70-jährige Vereinsmitgliedschaft. 1947 schloss er sich der Abteilung Boxen an und als 12-jähriger spielte er Fußball in der Mannschaft der Patenschule des Vereins, der August-Bebel-Schule, das Boxen rückte in den Hintergrund.

Bereits als 16-Jähriger legte er seine erste Übungsleiterprüfung ab und betreute Nachwuchsteams. Spielerisch war er meist in der zweiten Mannschaft aktiv. Bis 1987 war Kunze Trainer der ersten Männermannschaft, dann löste sich die Abteilung Fußball fast auf, nur die Alten Herren überlebten. 

1993 war es wieder soweit, die Abteilung Fußball wurde neu gegründet und Kunze war wieder Übungsleiter, es gelang der Durchmarsch von der Kreis- bis in die Landesklasse. Mit der A-Jugend von Einheit/PSV stieg er sogar in die Landesliga auf. 

Helga Freund

Wassersportgemeinschaft Wittenberg, Kanu

Bei den World Masters Games im April 2017 in Auckland in Neuseeland erkämpfte sich die Wittenbergerin fünfmal Gold und fünfmal Silber, die Zahl ihrer Weltmeistertitel der Senioren stieg damit auf 30 Gold-, 16 Silber- und neun Bronzemedaillen. Bereits mit 19 Jahren wurde sie bei der Bestenermittlung der DDR Vizemeister.

Seit 2000 ist die 63-Jährige auch Mitglied der DLRG, wo sie als Vorstandsmitglied, Übungsleiterin für Aquagymnastik und Rettungsschwimmerin aktiv ist. Laufen, Radfahren und Skilanglauf stehen ebenfalls auf ihrem Trainingsplan. 

Heinz Altekrüger

SG Mochau, Breitensport

Im Januar 2018 jährt sich Altekrügers Vereinsmitgliedschaft zum 60. Mal. Als Zehnjähriger nahm er am Geräteturnen teil und übernahm 1967 die Aufgabe des Jugendtrainers. Fast alle Kinder aus Mochau und Thießen haben bei ihm einmal pro Woche Sport getrieben. Er arbeitete eng mit dem Trainingszentrum in Wittenberg zusammen und unter seinen Fittichen entwickelte sich so manches Talent. 

In der Mangelwirtschaft der DDR war zudem sein Wissen und Können als selbständiger Handwerksmeister gefragt. 

Im Zuge der Wende war es nicht mehr möglich, Geräteturnen im Saal der örtlichen Gaststätte durchzuführen, Altekrüger blieb dem Ort und dem Sport jedoch treu und erhielt dafür 2009 die Goldene Ehrennadel des LSB. 2012 gründete er die Herrensportgruppe Ü50. 

Boris Canje

MTV Wittenberg, Basketball 

Seit 1993 ist Canje, Jahrgang 1951, Mitglied im MTV, wo er 1994 als Trainer die Abteilung Basketball bildete, die Teams nahmen am Punktspielbetrieb in den unterschiedlichen Ligen von Sachsen-Anhalt teil. Überdies erwarb er die Schiedsrichterlizenz und hat Spiele der Damen in der Oberliga geleitet sowie als Mitglied in der Rechtskommission des Basketballverbandes Sachsen-Anhalt gearbeitet. Seit 1993 ist Canje auch Mitglied des MTV-Vorstands.




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