29.12.2017

Betr. Glyphosat: Petzold kritisiert Massenmedien und Politiker

Mit erfundenen Behauptungen Ängste schüren

Zu den Aussagen des Bundestagsabgeordneten a.D. Uli Petzold einige Ergänzungen, die mir als aktiver Landwirt und biologisch interessierter Tierarzt für die politische Einordnung notwendig erscheinen. 

Unsere Familie ist keinem Pflanzenschutzmittel-Hersteller verpflichtet. Allerdings fühlen wir uns in hohem Maße der politischen Aufrichtigkeit und der wissenschaftlichen Wahrheit verpflichtet. 

Leider ist es heute ein Prinzip unseriöser Politik, mit erfundenen Behauptungen Ängste zu schüren und sich dann den Bürgern mit einfachen Rezepten als Problemlöser anzubieten. Frau Umweltministerin Hendricks‘ Fachwissen als Lehrerin für Geschichte und Sozialkunde reicht zwar nicht für das Verständnis biologischer Zusammenhänge, aber durchaus immer für das Verinnerlichen dieses Prinzips. Für die Parteiinteressen der SPD ignoriert Hendricks die wissenschaftlichen Ergebnisse des von der Bundesregierung für diese Zwecke geschaffenen Bundesinstitutes für Risikobewertung sowie sämtlicher Zulassungsbehörden der Welt einschließlich der WHO und der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, dass nämlich Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung nicht krebserregend ist.

Das Verhalten von Frau Hendricks ist doch der eigentliche Skandal - und nicht das Verhalten des Ministers Christian Schmidt, der in einer schwierigen Lage Rückgrat bewiesen hat! 

Tatsächlich lassen sich Medien oft zu Werkzeugen von ideologischer Parteipolitik machen und werden so mitschuldig an einer demagogischen Desinformation der Bevölkerung. Selbst der „Focus“ ist davon nicht frei. In einem Gastbeitrag gab er dem Sozialwissenschaftler Uekötter Raum für folgende irreführende Behauptungen zu den Glyphosatwirkungen: „Es ist ein Totalherbizid, das nach fachgerechter Anwendung nichts außer der Nutzpflanze übrig lässt“ und „Man kann nicht auf riesigen Flächen jegliches Pflanzenleben auslöschen und glauben, das bliebe ohne Folgen für die natürliche Umwelt.“ 

Wer sich ein wenig mit der Materie befasst, der weiß, dass Glyphosat nur dann, wenn es auf GRÜNE Blätter aufgebracht wird, exakt alle grünen Blattpflanzen abtötet - es würde also auch alle Nutzpflanzen abtöten! Auf Stämme und Wurzeln von Bäumen und Sträuchern aufgebracht, entfaltet es keinerlei Wirkung. Ebenso wenig auf Bodenlebewesen wie Würmer, Insekten, Pilze oder Einzeller. Wer’s nicht glaubt, soll nur mal versuchen, in seinem Garten Ameisen damit zu beseitigen… 

Seit Jahrtausenden ist jedem Bauern klar, dass er sein Feld und sein Beet weitgehend unkrautfrei halten muss, um etwas ernten zu können. Die vorangegangenen Generationen haben dazu den Pflug eingesetzt. Aber das Pflügen räumt die Bodenoberfläche deutlich radikaler ab, tötet erheblich mehr Bodenlebewesen und schafft Angriffsfläche für Wind- und Wassererosion. Auch deshalb ist die nach gewissenhafter landwirtschaftlicher Praxis erfolgte Glyphosat-Anwendung ein echter Fortschritt. 

Kein Bauer wird in selbstmörderischer Absicht die Fruchtbarkeit seines Ackers aufs Spiel setzen. Wäre das Pflügen heute erfunden worden, würden es manche Ideologen ganz sicher ebenso als „Teufelszeug“ bezeichnen! 

Dr. Friedrich Petzold, Kemberg OT Schleesen




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