16.12.2017

Wittenberger Sonntag liest neues deutschland

NS-Überlebender Hans Coppi besorgt über Enttabuisierung völkischen Gedankenguts

Berlin (ots) - Hans Coppis Eltern gehörten der Widerstandsorganisation "Rote Kapelle" an. Sie wurden von den Nazis ermordet, als er ein Baby war. Im Gespräch mit der Tageszeitung "neues deutschland" (Samstagausgabe) erzählt der heutige Ehrenvorsitzende der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) von seinem Umgang mit dem Erbe seiner Eltern. 

Angesichts der aktuellen politischen Lage in Deutschland zeigt Coppi sich "besorgt über den zunehmenden Rechtsruck und die teils offene Enttabuisierung völkischen und neonazistischen Gedankengutes, das bei Demonstrationen und Kundgebungen nicht nur der NPD, sondern auch der Pegida und AfD skandiert wird".

AfD-Politiker wie Alexander Gauland und Björn Höcke, so Coppi weiter, stellten die quellengestützten Erkenntnisse der Erinnerungskultur nicht nur in Frage: "Sie wollen sie abschaffen und einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der NS-Verbrechen ziehen." Coppi zeigt sich jedoch auch zuversichtlich: "Eine starke Zivilgesellschaft wird dies nicht zulassen."




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