Attraktiv wie immer: Clack-Diva „Sweety” in einem ihrer Lieblingskleider. Foto: Wolfgang Marchewka

Attraktiv wie immer: Clack-Diva „Sweety” in einem ihrer Lieblingskleider. Foto: Wolfgang Marchewka

08.07.2017

Clack-Diva startet die „Aktion Pärchenglück“

Sweety wird Zwanzig

Wittenberg (wm). Eine der schönsten und meist umjubelten Frauen von Wittenberg feiert ihren 20. Geburtstag: „Sweety“, die Dame mit dem unheimlich gut gefüllten Kleiderschrank, die angesichts der Klamottenvielfalt, die sie nachgewiesenermaßen ihr Eigen nennt, herkömmliche Frauen vor Neid erblassen lässt. 

Doch aus Anlass ihres 20. Geburtstages gibt sich Sweety außerordentlich großzügig: Sie stiftet in Zusammenarbeit mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag für eine der beliebtesten Vorstellungen im Clack Theater Pärchenkarten: „Jukebox“, die Rock’n’Roll-Revue, die bereits mehrmals vor ausverkauftem Haus Begeisterung unter den Zuschauern ausgelöst hat. 

 Das soll heißen: Für die beiden „Jukebox“-Vorstellungen am Mittwoch, dem 12. Juli 2017 und Donnerstag, dem 13. Juli 2017, brauchen Pärchen nur eine statt zwei Eintrittskarten. Und nach der „Ehe für alle“ bedeutet das: „Pärchen für alle“, egal ob Mann und Frau, Frau und Frau, Mann und Mann, Bruder und Schwester, Mutter und Sohn, Vater und Tochter. Für alle Pärchen heißt es: Nur eine Karte wird bezahlt, die zweite ist gratis. 

Aber Achtung: Diese besonderen Pärchenkarten gibt es exklusiv und solang der Vorrat reicht nur in der Geschäftsstelle des Wittenberger Sonntag, Coswiger Straße 30A, E-Mail .

Der schüchterne Stefan

An ihrem Geburtstag blickt Sweety 20 Jahre zurück - und da hieß sie noch Stefan Schneegaß, der sich im Vis-a-Vis „leidenschaftlich“ durchs Leben kellnerte. „Ich war als junger Mensch mit dem Beruf Kellner total glücklich“, erzählt Stefan im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag, „denn ich habe dadurch tolle Menschen kennengelernt, viele Künstler, mit denen ich heute noch befreundet bin.“

Stefan hatte zwar schon immer eine gewisse Neigung für die darstellende Kunst und ihre Akteure, aber er selbst? „Ich dachte damals, ich bin viel zu schüchtern für das Theater.“ Doch einige Künstler aus dem Mitteldeutschen Landestheater spürten wohl, dass in Stefan eine gehörige Portion Talent zu stecken scheint und animierten ihn dazu, im Vis-a-Vis mit anderen jungen Leuten eine kleine Theatergruppe zu gründen, überwiegend in Fachrichtung Musik. Profi-Musiker aus dem Mitteldeutschen Landestheater wie Stefan Huth und Nadja Tscherkawska brachten Stefan & Co. dafür die „richtigen“ Töne bei, fertig war die „Vis-a-Vis off Theatercompanie“. 

Und dann kam Theater-Profi Winfried Schneider auf die scheinbar kuriose Idee, gemeinsam mit den „Kneipenkünstlern“ eine große, frei finanzierte Produktion auf die Bühne des Mitteldeutschen Landestheaters zu bringen - das Musical „Hair“. Stefan sollte seine erste große Rolle bekommen, den „Paul“. „Für mich war das ein enormer Mehraufwand“, berichtet Stefan, „abends habe ich bis in die Nacht Kneipe gemacht, und am nächsten Morgen war schon Probe“. Eigentlich hätte es nur schief gehen können, doch: „Es gab vom begeisterten Publikum für uns junge Leute stehende Ovationen!“ 

Schon bald darauf folgte eine weitere große Produktion, an die sich viele Wittenberger noch heute gerne erinnern: das Musical „Cabaret“ als open-Air-Produktion vor dem ehemaligen Katasteramt auf dem Arrado-Gelände, und erneut mit einer wichtigen Rolle für Stefan: Er spielte den Conférencier. „Ein tolles Erlebnis“, erinnert sich Stefan, „das Musical war zehnmal hintereinander total ausverkauft.“ 

Fehlt in der Geschichte nicht noch etwas - die Schauspielschule? „Learning by Doing“, grinst Stefan, „ich habe nie eine Schauspielschule von innen gesehen.“ Sein Dank gilt den ehemaligen Profis vom Mitteldeutschen Landestheater: „Ohne diese guten Künstler und guten Freunde wäre ich nie auf der Bühne gelandet!“ 

Und dann kam das Jahr 2002: Die Schließung des Mitteldeutschen Landestheaters. Was tun? Ein Freundeskreis tat etwas, das nach Meinung damaliger Experten im Wittenberg maximal zwei Jahre gut gehen würde: Travestie, zuerst im Barrik. „Aus den zwei Jahren sind inzwischen 15 geworden, Tendenz steigend“, freut sich Stefan. 

Der nächste Schritt, gemeinsam mit Mario Welker im „Marktschlösschen“ ein eigenes und auch noch frei finanziertes Theater zu gründen, war erneut eine riskante Angelegenheit, zumal in diesen Räumen zuvor zwei Gastronomen gescheitert waren. Doch der Erfolg hielt an, so dass Stefan bereits den nächsten Geburtstag ankündigen kann: „Das Clack wird im nächsten Jahr zehn Jahre alt.“ Und dieses kleine Theater ist - so kann man ohne Übertreibung sagen - inzwischen sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Was macht „Sweety“ alias Stefan künftig? Er spielt und spielt und spielt - und geht den nächsten Schritt: Derzeit ist er dabei, seine erste Regiearbeit abzuliefern. Seine ersten „Opfer“ sind hier ebenfalls gut bekannt: Barbara Schüler und Ralph Richter arbeiten an einem neuen Programm, das im Oktober Premiere feiern wird. Bisher führte eine weitere Größe aus dem ehemaligen Mitteldeutschen Landestheater im Clack Regie: Clara Widmer. Doch die ist inzwischen der Meinung, dass sie nicht jünger wird, so dass sie sich als letzte künstlerische Amtshandlung vorgenommen hat, Stefan Schneegaß in Sachen Regie auszubilden. „Das ist eine Ehre für mich“, sagt Stefan.




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